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Lokalsport
Wer macht den Wendt?

Oscar Wendt war immer da. Zuletzt war er nicht dabei, als Borussia am 14. Februar 2015 beim 1. FC Köln spielte. Danach wurde der schwedische Linksverteidiger zum Dauerbrenner. Am Mittwochabend aber, es waren 28 Minuten gespielt beim 4:0 gegen den VfB Stuttgart, lag Wendt auf dem Boden, hielt sich den Oberschenkel und signalisierte: "Ich muss raus." So war es dann auch, und tags darauf wurde ein Muskelfaserriss diagnostiziert. Vier bis sechs Wochen wird Wendt fehlen - erstmals heute in Wolfsburg.

Wendt ist die Idealbesetzung des Außenverteidigers im Sinne von Trainer André Schubert. Den Wendt denkt sehr offensiv. Gegen Stuttgart kam Martin Hinteregger, hauptberuflich Innenverteidiger, für Wendt ins Spiel. Schubert war recht zufrieden mit dem, was der Österreicher tat. Ob der 23-Jährige aber auch heute den Wendt machen darf, bleibt abzuwarten. "Es gibt verschiedene Überlegungen", sagte Schubert gestern. Namentlich sind das neben Hinteregger Nico Elvedi und Fabian Johnson. Zwei andere mögliche Vertreter Wendts fehlen langzeitverletzt: Alvaro Dominguez (Reha Rücken-OP) und Nico Schulz (Reha nach Kreuzband-OP).

Wer den Auftrag bekommt, der neue Wendt zu sein, wird von Schuberts Grundausrichtung für das Spiel abhängen (4-4-2, 3-4-3?) "Wir orientieren uns natürlich auch ein wenig am Gegner: Wie verteidigt er, wie greift er an? Und wählen entsprechend unsere Grundausrichtung", sagte Schubert. Je nachdem, für welche Spielidee sich der Fußballlehrer entscheidet, könnte die daraus resultierende Personalsituation mal wieder eine Chance für Julian Korb ergeben. Wenn Johnson nach links rückt oder aufgrund des Systems wieder weiter vorn gebraucht wird, könnte er mal wieder hinten rechts spielen. Jenseits des heutigen Spiels ist denkbar, dass die Wer-macht-den-Wendt-Frage immer wieder neu beantwortet wird, bis das Original wieder da ist.

(kk)
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