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Elmar Schmitz (krefelder Ev 1981)
"Wir genießen derzeit den Augenblick"

Elmar Schmitz (krefelder Ev 1981): "Wir genießen derzeit den Augenblick"
Elmar Schmitz ist Trainer der DNL-Mannschaft des KEV '81. FOTO: Lammertz Thomas
Kempen. Jugend-Eishockey: In der Deutschen Nachwuchsliga läuft es für den KEV'81 so gut wie lange nicht mehr. Nach den beiden Heimsiegen über den SB Rosenheim grüßen die Schwarz-Gelben in ihrer Gruppe sogar derzeit von der Tabellenspitze.

Herr Schmitz, es ist schon lange her, dass der KEV'81 mit seiner Mannschaft in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) die Tabelle anführte. Nach den beiden Siegen am Wochenende gegen Rosenheim steht Ihr Team in der Gruppe B an der Spitze. Wie fühlt es sich so an da oben?

Schmitz Um ehrlich zu sein, wir genießen derzeit den Augenblick, an der Spitze zu sein. Das Ganze hat sich meine Mannschaft mit zuletzt sieben Siegen in Folge aber auch mal verdient. Immerhin steckt hinter alle dem auch enorm viel an Arbeit, die wir im Vorfeld in Kauf genommen haben. Die Konkurrenz hat uns wohl auch nicht so stark erwartet.

Wie kommt es, dass es beim KEV im Gegensatz zu den Vorjahren diesmal richtig gut läuft?

Schmitz Als allererstes muss ich mal sagen, dass sich die Jungs als Mannschaft geschlossen hervorragend an die taktischen Vorgaben von mir halten. Wenn man bedenkt, dass wir schon im Laufe der Saison so einige Ausfälle unserer Leistungsträger zu verzeichnen hatten und trotzdem als Sieger vom Eis gegangen sind, sagt das schon viel über die Moral innerhalb des Teams aus. Wir sind da näher zusammengerückt. Nach hinten hin haben wir eine niedrige Gegentorquote, und nach vorne hin sind wir individuell gut aufgestellt, um auch mal wichtige Spiele zu gewinnen. Wenn halt die erste Reihe mal nicht trifft, dann klappt es eben in der zweiten Reihe, oder unsere schussstarken Verteidiger machen mal ein Tor.

Durch die Erfolge rücken sicherlich auch einige Ihrer Schützlinge in den Blickpunkt der Krefeld Pinguine.

Schmitz Einige der Jungs trainierten ja schon bei den Pinguinen mit. Vormittags ist zur Zeit Valentin Pfeifer mit dabei, der aufgrund seines noch nicht begonnenen Studiums die sich ihm gegebene Möglichkeit auch nutzt, um sich zu verbessern. Und mit Jendrik Allendorf ist auch noch ein DNL-Spieler als dritter Torhüter mit auf dem Eis. In den Herbstferien bietet sich sicherlich für die anderen Spieler auch noch die Gelegenheit dazu, mit den Profis zu trainieren. Von der Kooperation mit den Pinguinen her gesehen muss ich sagen, dass der Kontakt mit Matthias Roos als Sportlichem Leiter der Pinguine einfach perfekt ist. Wir tauschen uns täglich aus. Letztens war sogar Ulrich Liebsch in seiner Funktion als Nachwuchskoordinator der Deutschen Eishockey Liga zu Gast bei uns an der Westparkstraße. Er hat sich vor Ort einen positiven Überblick verschafft, dass wir - trotz des momentanen Hallenproblems - ein durchgängiges Nachwuchskonzept haben, denn neben den Pinguinen gibt es ja auch noch mit Herne in der Oberliga einen Kooperationspartner, wo unsere Spieler eine Förderlizenz für haben.

Nun kommen in der Vorrunde noch vier Spiele, und zwar gegen Landshut am kommenden Wochenende zweimal zu Hause und zum Abschluss noch zweimal Köln, davon ebenfalls noch ein Heimspiel. Das werden sicherlich keine einfachen Aufgaben.

Schmitz Das sind zwar zwei Topteams in der Liga, aber ich denke, wir brauchen uns vor denen nicht zu verstecken. Unser Fokus ist ab dieser Woche auf eben diese vier Spiele gerichtet. Letztendlich gilt es für uns erst einmal, unter die ersten Vier zu kommen und damit in die Meisterrunde einzuziehen. Die Chancen dazu stehen ja nicht schlecht, zumal wir es auch selber in der Hand haben und nicht auf andere Mannschaften angewiesen sind.

Die DNL ist ja in die Gruppen A und B unterteilt und hat in der Vorrunde dort jeweils eine Einfachrunde ausgespielt. Wie geht es denn dann genau weiter? Der Spielplan vom Deutschen Eishockey Bund wirkt da für den interessierten Betrachter doch etwas verwirrend.

Schmitz Das kann ich nur bestätigen. Nach der Vorrunde spielen die besten vier Vereine der jeweiligen Gruppe in einer Meisterrunde weiter. Für diese acht Mannschaften heißt es dann, in einer Doppelrunde mit jeweils zwei Hin- und Rückspielen die Teilnehmer für die Play-off Halbfinals zu ermitteln. Um weiterhin um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen, müssen wir uns dann abermals unter den ersten Vier platzieren. Sollten wir das nicht schaffen, so gilt es, mit den verbleiben vier Vereinen und den ersten vier Mannschaften aus der unteren Gruppe um die dann noch vier offenen Startplätze für die neue DNL Division 1 zu kämpfen. Hier wird es künftig nur noch acht Mannschaften geben. Die restlichen Mannschaften rücken dann in der DNL Division II.

Quelle: RP
 
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