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Analyse
Zwei Absteiger in die Kreisliga A

Analyse: Zwei Absteiger in die Kreisliga A
Die DJK/VfL Willich rettete den Verbelibn in der Bezirksliga noch auf der Zielgeraden der Saison. Für den SC Schiefbahn hingegen ging es nach einer schwachen Hinrunde hinunter in die Kreisliga A. FOTO: Lammertz
Fußball. Bezirksligen 3 und 4: Trotz einer tollen Rückrunde mit 33 Punkten gab es für den Hülser SV kein Happy-End. Für den VfL Willich aber in letzter Sekunde, und der SC Schiefbahn musste der schwachen Hinrunde Tribut zollen und stieg ab. Tönisberg wurde Vierter. Von Werner Fuck

Der SV Schwafheim mit seiner erfahrenen Mannschaft machte im Aufstiegsrennen der Gruppe 3 allen eine lange Nase. Doch während Verfolger ASV Süchteln, später in der Relegation gescheitert, durchaus eine respektable Spielzeit ablieferte, kann das von am Höchsten vorgewetteten SV Scherpenberg als Dritter nicht behauptet werden.

Der VfL Tönisberg, direkt dahinter platziert, hat im vergangenen Sommer vieles richtig gemacht. Der notwendige personelle Umbruch nach dem Abstieg war nötig und eröffnet nun, weil zahlreiche junge Akteure verpflichtet wurden und durchaus ein Risiko waren, interessante Zukunftsperspektiven, weil sich einige direkt gut freigeschwommen haben. Und weil dieser Weg augenscheinlich fortgesetzt wird, darf man gespannt sein, wie es weiter geht.

Hinter den Rot-Weißen landete nach einer guten Rückrunde der GSV Moers vor den erneut überraschenden Waldnielern. Warum der niederländische Trainer John Hesen trotzdem gehen musste, bleibt allerdings ihr Geheimnis. Hesen heuerte in Walbeck an, während es bei den Schwalmstädtern wieder Hans Weecks macht, der aber drei wichtige Spieler verliert. Alles was dahinter passierte, birgt wenig ungewöhnliches.

Der Hülser SV holte unter Trainer Stefan Poetters und vielen Treffern von Christian Galster in der zweiten Serie sage und schreibe 33 Zähler. Aber es langte in der Endabrechnung dennoch nicht zum Klassenverbleib, weil bei seinen beiden Vorgängern nach 17 Partien immer noch die Null stand. Hier müssen sich die Verantwortlichen natürlich Gedanken machen, ob sie nicht zu spät die Reißleine gezogen haben und nach Wolfgang Trienekens nicht direkt an Poetters gedacht haben, anstatt Werner "Black" Ingenillm zu holen.

In der Nachspielzeit der letzten Begegnung schaffte in der Gruppe 4 der VfL Willich noch den Sprung ans rettende Ufer. Unter dem Strich mehr als verdient, weil Trainer Roland Glasmacher im Laufe der Saison so viele Steine aus dem Weg räumen musste, wie wahrscheinlich kein anderer Kollege. Damit man nicht erneut in die Bredouille kommt, wurde das Gesicht der Mannschaft kräftig verändert.

Nur sieben Zähler hatte der SC Schiefbahn im Winter beim Dienstantritt des neuen Trainers Martin Stasch auf der Habenseite. Am Schluss waren es zwar 23, doch das langte alle Mal nicht zum Überleben. Der Weggang von Torjäger Daniel Friesen, der an der Siedlerallee oft für eine One-Man-Show gesorgt hatte, konnte nicht kompensiert werden. Wenn die Verantwortlichen mehr Qualität in den Kader bringen wollen, müssen sie auch einmal ganz gezielt auf Verstärkungen zugehen und auch, falls sie gefüllt ist, mal in die Tasche greifen. Der bisherige Weg ist zwar ehrlich, aber sportlich wenig förderlich.

Dormagen machte den direkten Wiederaufstieg perfekt, womit Kenner der Szene auch gerechnet hatten. Dass auch die Zweite des TSV Meerbusch es über den Umweg Relegation schaffte, ist überraschend. Hier hatte man eher mit Uedesheim, Rommerskirchen oder Kaarst gerechnet. Zu den schwächsten Teams der zweiten Serie gehörte der SSV Strümp, wo der Ex-Hülser Poetters nun vor Anker geht und den Abwärtstrend stoppen soll. Zu den Absteigern, die zu Spielzeitbeginn niemand auf der Rechnung hatte, gehörten zweifelsohne die Neuwerker.

Quelle: RP
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