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Lokalsport
Zwei Krefelder mit Medaillenchancen

Kempen. Reiten: Die besten Reiter des Rheinlandes ermitteln in Langenfeld den Landesmeister im Dressur- und Springreiten. Annabel Frenzen und Heiner Schiergen wollen in der Dressur bei den Senioren ein Wort bei der Titelvergabe mitreden. Von Frank Langen

Die besten Reiter des Rheinlandes treffen sich von heute bis Sonntag auf Gut Langfort in Langenfeld, um ihre Landesmeister im Dressur- und Springreiten zu ermitteln. Etwa 420 Reiter gehen an diesen vier Tagen im Pferdesportzentrum Rheinland in 57 Prüfungen insgesamt rund 1.350 Mal an den Start, nur zehn von ihnen werden am Ende mit einer der beliebten grün-weißen Meisterschärpen geschmückt. Aus dem Kreisverband Krefeld dürfen sich vor allem Heiner Schiergen, Annabel Frenzen, Hannah Erbe und Antonia Scheren berechtigte Medaillenhoffnungen machen.

Annabel Frenzen (RV Lenzenhof Krefeld) und Heiner Schiergen (Förderkreis Dressur im Kreispferdesportverband Neuss) werden im Lager der Dressursenioren in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Hierbei müssen sie in der Königsklasse der Dressur, einem Grand Prix und einem Grand Prix Spezial, der schwersten Dressurprüfung der Welt, an den Start gehen. Annabel Frenzen gewann in der Vergangenheit in allen Altersklassen einen Rheinischen Meistertitel. Im Sattel ihres derzeitigen Spitzenpferdes Cristobal sicherte sie sich vor zwei Jahren bereits ihre erste Schärpe im Lager der Dressursenioren. Im vergangenen Jahr wurde die 24-Jährige mit ihrem Holsteinerwallach Zweite und durfte mit der Silbermedaille im Gepäck die Heimreise antreten. Gute Chancen darf sich auch Heiner Schiergen ausrechnen, der in Krefeld erfolgreich einen eigenen Ausbildungsstall betreibt. Er avancierte in der laufenden Saison bereits zum Deutschen Champion der Berufsreiter. Hannah Erbe hat indes einen Startplatz in der Konkurrenz der Ponydressurreiter reserviert. Als eine von drei hocherfolgreich reitenden Schwestern könnte die 16-Jährige, die mit der Palominostute White Love B genannt hat, ihre altersbedingt letzte Chance auf eine Medaille im Ponylager nutzen. Mit ihrem Großpferd Carlos ist Hannah Erbe am vergangenen Wochenende in Balve für eine Teilnahme an den Europameisterschaften nominiert worden. Antonia Scheren (RSV Krefeld) wird in der Konkurrenz der Jungen Dressurreiter an den Start gehen. Die 19-Jährige sammelt seit 2011 Erfolge mit ihrem rheinisch gezogenen Erfolgspferd Ludwig K. Mit dem elfjährigen Wallach schaffte sie den Sprung von der Klasse L ("leicht") zur Klasse M ("mittelschwer") und sammelte in der Juniorentour sogar internationale Platzierungen. Scheren, die beim zweifachen Berufsreiterchampion der Dressurreiter, Heiner Schiergen, trainiert, war in den letzten drei Jahren bei den Rheinischen Meisterschaften der Junioren vorne mit dabei. Mit dabei sind sechs Reiterinnen des Reiterverein Bayer Uerdingen. Sie reiten nicht mit eigenen Pferden mit, sondern mit den Schulpferden des Vereins. Seit Anfang dieses Jahres trainieren Antonia Bee, Isabel Breitmar, Kira Burkhardt, Marina Nellesen, Leonie Nellesen und Lene Wachtler mit den Schulpferden Princess, Copilot, Arwesi, Asterix, Landciano und Lady Kit des Vereins. Vorbereitet wurden die sechs Reiterinnen durch eine eigenständige Dressurstunde sowie mehrere Springstunden. Es finden drei Prüfungen ausschließlich für Schulpferde und Schulpferdereiter Junioren / Junge Reiter statt. In den Wettbewerben Reiterwettbewerb Schritt-Trab-Galopp und Springreiter-Wettbewerb stellen die Reiterinnen ihr Können unter Beweis. In jeder dieser Prüfung werden die Reiterinnen zum einem einzeln bewertet. Zum anderem werden vier der Reiterinnen, die im Vorfeld benannt werden, als Mannschaft gewertet. Des Weiteren nehmen die Mädels mit ihren Schulpferden noch an der Prüfung "Kombinierter Mannschafts-Wettbewerb" teil, in der die Mannschaftwertung aus dem Springreiter und dem Dressurreiter zusammen gewertet werden. Bayer ist der einzige Verein aus Krefeld, der mit Schulpferden antritt.

Quelle: RP
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