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Stadt Kempen
St.-Martin-Verein freut sich über Spenden

Stadt Kempen: St.-Martin-Verein freut sich über Spenden
Wurden vom Vorsitzenden Rainer Hamm (rechts) geehrt: Franz-Josef Bodden, Johannes Reimann und Margot Erens (von links). FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Dank der Spenden ist der Zug 2018 schon gesichert. Verdiente Sammler wurden geehrt. Von Silvia Ruf-Stanley

"Schön war es", fasste der Vorsitzende des St.- Martin-Vereins, Rainer Hamm, bei der Mitgliederversammlung den Rückblick auf den Kempener St.-Martinszug zusammen. Das Wetter stimmte, die Kinder hatten wunderschöne Fackeln gebastelt und auch gut mitgesungen im Zug. Hamm dankte den vielen Sammlern, die durch ihr Engagement den Zug in jedem Jahr erst möglich machen. Außerdem galt sein Dank den Schulen und Kindertagesstätten für ihre Beteiligung sowie den vielen Helfern von Rotem Kreuz, Polizei, Technischem Hilfswerk und den Musikern.

Hamm freute sich, dass bei den Planungen für das notwendige Sicherungskonzept der Zugwege spontane Hilfe von Hilfsorganisationen und Polizei gekommen waren. So standen an den Straßen Wagen, die den Zugweg sicherten. Um alle Straßen sperren zu können, half auch die Firma Schönmackers Umweltdienste mit ihren Müllwagen. "Alleine hätten wir das nicht stemmen können", sagte Hamm.

Christoph Endres berichtete vom reibungslosen Ablauf des Kleinkinderzuges. Manche Orte im Umkreis würden Kempen beneiden, dass sie diesen Extra-Zug für kleine Kinder jedes Jahr zustande bringen, erzählte er. Schatzmeister Heinz Wiedefeld, der Nachfolger von Hamm in dieser Position ist, legte einen sehr ausgeglichenen Kassenbericht vor. Das Sammelergebnis stieg um 5,7 Prozent. Die Spendierfreude der Kempener habe wieder zugenommen. Insgesamt sind damit nicht nur die Kosten des diesjährigen Zuges gedeckt, sondern es ist auch bereits der Zug im nächsten Jahr gesichert. Auch für den Zug 2019 sind die Hälfte der Kosten schon gedeckt.

93 Schulklassen nahmen am Zug teil. Davon erhalten 57 Klassen einen Normalpreis für ihre Fackeln in Höhe von jeweils 130 Euro, 36 erhalten einen Sonderpreis von 185 Euro. Aus einer zweckgebunden Stiftung von Privatleuten können noch einmal fünf Bonusprämien von jeweils 100 Euro verteilt werden. Insgesamt 6000 Euro erhalten die Schulen zusätzlich für soziale Zwecke. Gerne nahm Rainer Hamm die Anregung auf, dass die Schulen einmal in einer Versammlung berichten, welche sozialen Projekte sie unterstützt haben. An einer Schule wurden zum Beispiel Schulbücher für Flüchtlingskinder finanziert. Auf die Kindertagesstätten werden 5680 Euro an Fackelprämien verteilt. Mit Michael Vietoris ist nun auch ein Lehrer der Liebfrauenschule in Mülhausen Mitglied der Fackelprämierungskommission.

Geehrt wurden einige Sammler für ihre langjährige Tätigkeit. Johannes Reimann ist seit 1977 dabei. Margot Erens seit 30 Jahren, St.-Martin-Darsteller Franz-Josef "Jüppi" Trienekens sammelt seit 1993 und Thomas Scheulen ist seit 25 Jahren für die gute Sache unterwegs. Alle erhielten für ihren Einsatz Urkunden. Besonders geehrt wurde Franz-Josef Bodden vom Tambourcorps Wachtendonk, der bereits seit mehr als 50 Jahren beim Kempener St.-Martinszug mitzieht. Peter Royen berichtete, dass er mehrfach gefragt wurde, ob man nicht gegen einen Beitrag Mitglied im Verein werden könnte, ohne zu sammeln. Doch dies lässt die Satzung nicht zu, erklärte Rainer Hamm. Aus der Versammlung wurde angeregt, mit den Kempener Gastronomen zu sprechen, damit Kinder während des Zuges dort die Toiletten benutzen können. Manchmal würde den Kindern dafür von Wirten eine Gebühr abverlangt. Der Vorstand versprach, entsprechende Gespräche zu führen.

Quelle: RP
 
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