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Stadt Kempen
Stadt Kempen sucht Helfer für die Flüchtlingsarbeit

Stadt Kempen. Die Welle der Hilfsbereitschaft in Kempen ist nach wie vor groß. Seit Beginn des Anstiegs der Flüchtlingszahlen haben mehr als 200 Bürger der Stadtverwaltung ihre Hilfe angeboten. Von Andreas Reiners

Darüber hinaus gingen bei der Stadt über die eigens eingerichtete Telefon-Hotline 02152 917-188 oder die Internetseite www.kempen-hilft.de viele Sachspendenangebote ein, die größtenteils an die bekannten Hilfsorganisationen wie Malteser oder Kempener Tafel weitergeleitet wurden. Allerdings, so räumt die Stadt in einer Pressemitteilung ein, lief der Einsatz der Helfer bislang noch nicht optimal. Das lag unter anderem daran, dass die Stadt personell nicht in der Lage war, alle Angebote zu prüfen und gegebenenfalls bei den Hilfeanbietern konkret nachzufragen.

Die Stadtverwaltung hat daher alle im Bereich der Flüchtlingshilfe tätigen Organisationen gebeten, ihre Projekte bei der Stadt zu melden, damit sie in den Katalog der Angebote eingepflegt werden können. "Die Stadtverwaltung entwickelt zur Zeit auch Strukturen, um die Hilfe der Ehrenamtler gebündelt und zielgerichteter einsetzen zu können", erklärt Stadtsprecher Christoph Dellmans. Ob die Stadt Kempen - ähnlich wie Kommunen in der Nachbarschaft - einen so genannten Ehrenamtskoordinator benennt, ist derzeit noch offen. Der für die Flüchtlingshilfe zuständige Sozialdezernent Michael Klee teilte kürzlich auf eine entsprechende Anfrage der FDP-Fraktion im Stadtrat mit, dass die Stadt vorläufig weiterhin auf einen Lenkungskreis setzt, an dem auch die Hilfsorganisationen beteiligt sind.

Allerdings sucht die Stadtverwaltung derzeit Ehrenamtler, die in Absprache und mit Unterstützung der Stadt eigenständig bestimmte Bereiche der Hilfe organisieren können. Als mögliche Themenfelder nennt die Stadt Transport, Mobilität oder Freizeitgestaltung. "Hierfür sind neben genügend Zeit auch entsprechende (Fach-)Kenntnisse wichtig", erklärt Dellmans. Die Stadt sucht derzeit vor allem jemanden, der Erfahrung in den Bereichen Architektur, Technischer Zeichner oder Stadtplanung hat. Der Betreffende könnte behilflich sein, die Vielzahl an Angeboten zur Unterbringung von Flüchtlingen (zum Beispiel Traglufthallen, mobile Wohnheime oder Holzhäuser) zu sichten. Bürger, die sich für eine solche Aufgabe interessieren, können sich bei der Stadt unter Ruf: 02152 917-188 oder per E-Mail an: kempenhilft@kempen.de melden.

Quelle: RP
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