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Stadt Kempen
Stadt Kempen werden bald wieder neue Flüchtlinge zugewiesen

Stadt Kempen: Stadt Kempen werden bald wieder neue Flüchtlinge zugewiesen
Das leer stehende Logistik-Gebäude der Volksbank Krefeld an der Peter-Jakob-Busch-Straße: Hier will die Stadt nach einem Umbau etwa 120 Flüchtlinge unterbringen. Die Planungen für die Umgestaltung sind jetzt angelaufen. FOTO: Hüskes
Stadt Kempen. Wegen der 300 Menschen, die in der Notunterkunft Sporthalle des Berufskollegs untergebracht sind, ist Kempen derzeit von weiteren Zuweisungen ausgenommen. Das könnte bald wieder anders werden. Von Andreas Reiners

Auch in Kempen ist die Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge weiterhin eine der Hauptaufgaben der Mitarbeiter des Sozialamtes. Derzeit leben - neben rund 300 Flüchtlingen, für die der Kreis Viersen die Sporthalle des Kempener Berufskollegs als Notunterkunft bereit gestellt hat, - weitere 316 Flüchtlinge in der Thomasstadt. Und es werden in den kommenden Wochen wohl wieder mehr werden. Zuletzt war die Stadt wegen der Sondersituation mit den Flüchtlingen in der Sporthalle von weiteren Zuweisungen verschont geblieben. Doch angesichts des nicht ablassenden Zustroms von Asyl suchenden Menschen nach Deutschland wird sich dies bald ändern. Wie Sozialdezernent Michael Klee am Donnerstagabend im Sozialausschuss mitteilte, stellt man sich im Rathaus darauf ein, dass demnächst pro Woche etwa 30 Flüchtlinge nach Kempen kommen werden. Und die gilt es für die Stadt unterzubringen.

Das Gebäude der Volksbank Krefeld an der Peter-Jakob-Busch-Straße, das die Stadt kaufen wird, soll so umgebaut werden, dass dort etwa 120 Flüchtlinge Platz finden. Außerdem soll dort ein zentrales Lager für Spenden von Kempener Bürger für die Asylsuchenden eingerichtet werden. Mitte Dezember, so hofft die Stadt, könnten die neuen Mobilheime für den Standort Hütterweg in Kempen geliefert werden. Sie sollen über 60 Plätze verfügen. Auch am Standort Neuer Weg in Tönisberg plant die Stadt nach Angaben von Klee, mobile Container mit 40 Plätzen aufstellen zu lassen. Fest steht wohl auch, dass die Räume in der ehemaligen Johannes-Hubertus-Schule am Hohenzollernplatz in St. Hubert - hier leben derzeit etwa 60 Ausländer - auf unbestimmte Zeit weiterhin als Flüchtlingsunterkunft benötigt wird.

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen

Ein Problem, dass vor allem das Jugendamt zuletzt erhebliche Mehrarbeit beschert hat, wird nun wieder akut: Es ist die Inobhutnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Seit 1. November gilt bundesweit eine gesetzliche Neuregelung, nach der die ausländischen Jugendlichen, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, auf alle Städte und Gemeinden verteilt werden müssen - und zwar anteilig der Einwohnerzahl der Kommunen. Kempen rechnet mit zehn Jugendlichen, die pro Jahr betreut werden müssen. Derzeit kümmert sich das Jugendamt noch um etwa 40 minderjährige Flüchtlinge, die auswärts untergebracht sind. Das Problem: Es gibt kaum noch Plätze in entsprechenden Jugendeinrichtungen, in denen die Ausländer leben und sozialpädagogisch betreut werden können. Ein weiteres Problem der nächsten Zeit ist die Integration der Flüchtlingskinder in den Schulen.

Quelle: RP
 
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