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Stadt Kempen
Stadtwerke starten ins digitale Zeitalter

Stadt Kempen: Stadtwerke starten ins digitale Zeitalter
Der herkömmliche schwarze Stromzähler hat bald ausgedient. Die Stadtwerke Kempen werden ab dem kommenden Frühjahr Schritt für Schritt bei ihren Kunden neue digitale Messeinrichtungen (rechts) installieren. FOTO: Stadtwerke Kempen
Stadt Kempen. Kunden des Kempener Versorgungsunternehmens erhalten demnächst Post. Die alten schwarzen Stromzähler werden ab Februar 2018 gegen moderne Messgeräte ersetzt. Besondere Kosten entstehen den Kunden bei dem Austausch nicht. Von Andreas Reiners

Die Stromnetze werden immer intelligenter, sagen Energieexperten. "Erneuerbare Energien, neue Formen der Energieeinspeisung und die fortschreitende technologische Entwicklung bringen uns dazu, unsere Netze immer intelligenter zu machen", sagt Norbert Sandmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Kempen. Wie alle Versorgungsunternehmen im Lande gehen auch die Kempener Stadtwerke nun daran, ihr Stromnetz an die modernen Anforderungen weiter anzupassen. Sie erfüllen damit gesetzliche Vergaben.

Eine dieser Vergabe bedeutet das Aus für den guten alten Stromzähler. Der schwarze Kasten, der so ziemlich in jedem Haushalt meistens in der Nähe des Sicherungskastens zu finden ist, hat ausgedient. Er misst den Stromdurchfluss noch analog und diese Technik ist aus Sicht der Energieexperten inzwischen von gestern. Die neue Technik, die die Stromnetze zukunftsfit machen soll, ist - wie so vieles - digital. So sind nun auch digitale Stromzähler Pflicht.

In Kempen, St. Hubert und Tönisberg starten die Stadtwerke Kempen im kommenden Frühjahr eine Großaktion zum Umtausch der alten schwarzen Stromzähler gegen neue "intelligente" Messeinheiten.

Bei diesen modernen Messeinrichtungen handelt es sich nach Angaben der Stadtwerke Kempen um digitale Zähler, die den Stromverbrauch deutlich besser veranschaulichen können als herkömmliche Zähler. "Auf einem Display lassen sich nicht nur der aktuelle Stromverbrauch, sondern auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die vergangenen 24 Monate anzeigen", erklärt Stadtwerke-Abteilungsleiter Reinhard Bretzke. Vorteil für den Stromkunden: Er kann den eigenen Verbrauch besser nachvollziehen. Vorteil für den Energieversorger: Er kann das Netzsystem besser an das geänderte Verbrauchsverhalten der Kunden ausrichten. Hinzu kommt: Viele Kunden mit Solaranlagen im Haus oder Windkraftanlagen auf dem Grundstück speisen selbst Strom ins öffentliche Netz ein. Auch da sind die digitalen Messeinrichtungen genauer - oder "intelligenter", wie Stromexperten es bezeichnen.

Für das Stromnetz der Zukunft sind die herkömmlichen Messeinrichtungen eben nicht "schau" genug. Die analogen schwarzen Zähler können nicht erfassen, wann und wie viel Energie tatsächlich verbraucht wird. Denn in der Regel erfolgt die Ablesung des Stromverbrauchs einmal jährlich. Ein digitales Messgerät dagegen kann für den Verbrauch entsprechende Daten in kürzeren Zeitabständen liefern.

Der Zähleraustausch erfolgt ab dem kommenden Jahr schrittweise, teilen die Stadtwerke weiter mit. "Bis 2032 verlangt der Gesetzgeber einen flächendeckenden Einbau digitaler Zähler", so Stadtwerkechef Sandmann. Als Starttermin geben die Stadtwerke Kempen den 24. Februar 2018 an. Der Zähleraustausch ist für die Kunden kostenfrei. Für den Betrieb des neuen Messgeräts fallen - genau wie für den bisherigen schwarzen Zähler auch - Kosten an. Diese orientieren sich am Jahresverbrauch des Kunden und gelten für Miete, Wartung und Abrechnung der Messstellen. Wichtig: Mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Austauschtermin bekommen die Kunden von den Stadtwerken Kempen schriftlich Bescheid.

In der ersten Phase erhalten Stadtwerke-Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr eine neues digitales Messsystem. Haushalte mit einem Verbrauch unter 6000 kWh pro Jahr - das trifft auf die meisten Privathaushalte zu - bekommen eine kleinere digitale Messeinrichtung.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtwerke-kempen.de unter dem Stichwort "Strom/Messstellenbetrieb".

Quelle: RP
 
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