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Kreis Viersen
Student berichtet aus der Ferrari-Welt

Kreis Viersen. Marco Limbach hat in den letzten drei Monaten etwas erlebt, von dem viele Motorsport-Fans nur träumen dürfen. Der 25-Jährige hat ein Praktikum beim italienischen Formel-1-Rennstall Ferrari in Maranello absolviert. Von Lisa Schmitz

Motorsport wird an der Hochschule Niederrhein großgeschrieben. Seit dem Jahr 2012 sorgt das Formula-Student-Team HSNR Racing regelmäßig für positive Schlagzeilen. Maschinenbau-Student und HSNR-Racing-Teammitglied Marco Limbach hat in den vergangenen drei Monaten nun etwas erlebt, von dem die meisten Motorsport-Fans nur träumen dürfen. Der 25-Jährige hat ein Praktikum beim italienischen Formel-1-Rennstall Ferrari in Maranello absolviert. In einem öffentlichen Vortrag hat Limbach nun von seinen Erfahrungen berichtet.

Schon bei seiner Ankunft in der italienischen Kleinstadt konnte Limbach erahnen, was ihn erwarten würde. Rot angestrichene Bürgersteige und Ferrari-Symbolik praktisch an jeder Straßenecke. "Die Menschen dort leben für und von Ferrari", sagt Limbach. Und das durchzieht alle Lebensbereiche: Bei Formel-1-Erfolgen läuten die Kirchenglocken, die Rennen werden live im örtlichen Kino übertragen und selbst die Kreisverkehre sind mit dem Markenzeichen Ferraris, dem springenden Pferd, verziert. Dass der ehemalige Formel-1-Pilot Michael Schumacher Ehrenbürger der Stadt ist, ist somit auch keine wirkliche Überraschung mehr. Auf seine Aufgabe während des Praktikums durfte Limbach aus Gründen der Geheimhaltung bei seinem Vortrag nicht detailliert eingehen. "Ich habe eine eigene Aufgabe in der Abteilung Vehicle Dynamics bekommen. Dort habe ich Messdaten ausgewertet und daran gearbeitet, dass sich das Fahrverhalten des Formel-1-Boliden weiter verbessert", umschreibt der 25-Jährige seine Arbeit zumindest. "Ich hatte den Anspruch, möglichst viel aus dem Praktikum zu machen. Die drei Monate sind deswegen wie im Flug vergangen." Parallelen zum Formula-Student-Projekt an der Hochschule Niederrhein konnte der Maschinenbau-Student dabei übrigens auch entdecken: "Die Entwicklung eines Formel-1-Fahrzeugs dauert rund ein Jahr, bei unseren Studenten-Rennwagen ist das fast vergleichbar. Wir haben sogar nur sieben Monate Zeit."

Bemerkenswert: Praktikanten sind bei Ferrari nicht die Regel. Limbachs Aufenthalt war erst durch Ferraris Hauptsponsor, die Santander-Bank, zustande gekommen. Am Rande einer Sponsorenveranstaltung im vergangenen Jahr war Ferrari-Pilot Sebastian Vettel in der deutschen Santander-Zentrale in Mönchengladbach zu Gast gewesen. Das Formula-Student-Team der Hochschule war ebenfalls dabei und hatte die Gelegenheit, mit dem mehrfachen Weltmeister zu fachsimpeln.

Als besondere Überraschung hatte der vierfache Formel-1-Weltmeister aus Heppenheim seinerzeit den Praktikumsplatz im Gepäck. Auch in Zukunft geht es für Marco Limbach im Bereich Automobile weiter. Ab Montag wartet beim deutschen Sportwagenhersteller Porsche eine neue Herausforderung auf ihn: Dort, in Stuttgart-Zuffenhausen, wird der 25-Jährige seine Bachelorarbeit schreiben.

Quelle: RP
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