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Gemeinde Grefrath
Tanzen und Singen für ein besseres Leben

Gemeinde Grefrath: Tanzen und Singen für ein besseres Leben
Beeindruckend war die Show, die die 18 Kinder und Jugendlichen aus Afrika am Donnerstagabend auf der Bühne in der Liebfrauenschule boten. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. In der Liebfrauenschule in Mülhausen machte eine Tanzformation von Kindern aus Afrika Station. Das Amitofo Care Centre aus Swaziland und Malawi gastierte auf seiner Deutschland-Tournee mit einer spektakulären Show. Von Bianca Treffer

Die Bühne im Pädagischen Zentrum der Liebfrauenschule Mülhausen ist in gleißendes Licht getaucht. Wie aus dem Nichts erklingen Trommelschläge, die sich zu einem Staccato steigern. Assoziationen zum Musical "König der Löwen" entstehen. Und dann kommt Leben auf die Bühne. Afrikanische Kinder und Jugendliche in Landestrachten laufen musizierend hinauf und wirbeln in absolut synchronen Sprüngen umher. Ein mitreißender Rhythmus aus Trommeln, Pfeifen, Klatschen und Gesang bildet sich und rahmt die Tänzer ein. Die Show der 18 jungen Afrikaner aus Swaziland und Malawi hat Einzug gehalten. Unter dem Titel "Mit anderen Augen schauen wir die Welt" gastierte jetzt das Amitofo Care Centre (ACC) auf seiner Deutschland-Tournee in der Liebfrauenschule. Mülhausen reiht sich damit in den Städtereigen von München, Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt und Syke ein.

Dass das ACC, das sich in Afrika in mehreren Zentren um Waisenkinder kümmert, Mülhausen in seine Tournee aufgenommen hatte, lag an Yasmin Jeng-Zeitz. Die Chinesisch-Lehrerin des Gymnasiums hatte die Gruppe der Sänger, Tänzer und Akrobaten im vergangenen Jahr bei ihrer ersten Deutschland-Tournee in Düsseldorf kennengelernt. Vor dem Hintergrund, dass die Kinder in den afrikanischen Betreuungszentren auch Chinesisch lernen, da es sich bei ACC um eine taiwanesische Organisation handelt, entstand schnell ein Kontakt.

Die Show "Mit anderen Augen schauen wir die Welt" ist eine Benefizveranstaltung, der Eintritt ist jeweils frei, es wird lediglich um eine Spende gebeten. "Wir nutzen die Tournee, um unsere Arbeit bekannter zu machen. Zudem bemühen wir uns weitere Paten für die Waisenkinder zu finden, die ansonsten auf der Straße leben würden. Mit unserer Arbeit möchten wir zeigen, dass die Kinder mit entsprechender Bildung und Betreuung genauso viel erreichen können, wie jedes andere Kind", sagt Bruce Tai, der die Afrikaner in Deutschland unterstützt. Dass das so ist, zeigen die ersten Jugendlichen, die in den Zentren aufgewachsen sind, dort ihren Schulabschluss gemacht haben und nun studieren. Vor allem gilt es die Bildungschancen in Afrika zu verbessern, um den Menschen dort bessere Zukunftsperspektiven geben zu können.

Auf der Bühne ist derweil Stimmgewalt pur zu erleben. Unterhaltsam von Jeng-Zeitz und Tai auf Deutsch und Chinesisch moderiert, singt Jing Ming den gefühlvollen Song "Wonderful Mom", dem sich A Te mit dem nicht weniger ergreifenden "You raise me up" anschließt. Beide haben Stimmen, die spontanen Zwischenapplaus auslösen.

Akrobatik pur bietet dann der erste Kong-Fu-Auftritt. Kinder und Jugendliche, die über die Bühne schießen und mehr in der Luft als auf dem Boden sind. Ob der gemeinsame gesangliche Auftritt mit den Oberstufenschülern, der afrikanische Chor an sich oder weitere einzelne Kunstauftritte - die Show der 18 jungen Künstler im Alter von sieben bis 18 Jahren reißt die Besucher mit. In lockeren Bühnengesprächen zwischen Jeng-Zeitz und Tai gibt es zudem Informationen über die Arbeit von Hilfsorganisation ACC. Auch Interviews mit den jungen Afrikanern fehlen nicht.

Die Besucher der Aufführung erhalten einen ersten Einblick über ein Projekt, das sich aus Spenden finanziert. Was viele dabei erstaunt ist die Summe, mit der ein Waisenhausplatz finanziert werden kann. Es sind 50 Cent am Tag, die einem Kind die Chance auf Unterkunft, Essen und Bildung geben und somit eine Zukunft ermöglichen.

www.amitofo-care-centre.de

Quelle: RP
 
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