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Stadt Kempen
Traditionscafé frisch aufpoliert

Stadt Kempen: Traditionscafé frisch aufpoliert
Obermeister Rudolf Weißert (links) und sein Stellvertreter Erich Lehnen (rechts) überreichten Heinrich Poeth den Silbernen Meisterbrief. Blumen gab es für Margarethe Poeth. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)
Stadt Kempen. Das Café Poeth in St. Hubert ist eine Institution. Inhaber Heinrich Poeth hat es im laufenden Betrieb renoviert. Pünktlich zur Wiedereröffnung erhielt der Bäcker- und Konditormeister den Silbernen Meisterbrief. Von Bianca Treffer

"Eigentlich war es als Überraschung zu ihrem 50. Geburtstag geplant. Aber der heutige Anlass ist ebenso ein besonderer. Mit ihren Umbau signalisieren sie, dass sie optimistisch in die Zukunft schauen." Mit diesen Worten überreichte Rudolf Weißert, Obermeister der Niederrheinischen Bäcker-Innung Krefeld-Viersen, jetzt den Silbernen Meisterbrief an Heinrich Poeth. Der Bäcker- und Konditormeister aus St. Hubert hatte damit gleich einen doppelten Grund zur Freude. Neben der Auszeichnung feierte er nämlich die Eröffnung seiner umgestalteten Bäcker- und Konditorei samt Café.

Im laufenden Betrieb hatte Poeth innerhalb von vier Wochen komplett umgebaut. "Es war keine einfache Zeit, aber das Ergebnis entschädigt uns dafür", sagte ein glücklich strahlender Heinrich Poeth. Den Kunden erwartet jetzt ein in hellem Holz gehaltener Verkaufsraum mit einer klaren Aufteilung in die verschiedenen Bereiche. Es gibt die Pralinenecke mit ihrer großen Glasvitrine. Dem schließen sich die Bereiche Kuchen, Snack, Brötchen und Brot an, wobei es die vielen Details sind, die das Ladenlokal auszeichnen.

So ziert unter anderem eine aus dem vergangenen Jahrhundert stammende Ofentür eine der Wände und dank eines Backofens mit Glasfront können die Kunden miterleben, wie Torten gebacken werden. Eine große Glaswand mit vielen Sprüchen rund um das Bäcker- und Konditorenhandwerk gibt vom Verkaufsraum Einblick ins Café, dem sich wiederum die Gartenterrasse anschließt.

"Unsere Fotowand mit den alten Aufnahmen hat sich schon jetzt als Hingucker entpuppt", berichtete Margarethe Poeth. In rustikale Holzrahmen gefasst spiegeln alte Aufnahmen von Kempen, St. Hubert, der früheren Backstube und den Vorfahren der Familie Poeth Geschichte wider. Immerhin blicken die Familie Poeth auf eine fast 400 Jahre alte Bäckertradition zurück. Urahn Arret Werkens war es, der 1626 mit dem urkundlichen Eintrag in die Zunft den Grundstein legte. Heinrich Poeth selbst wuchs quasi in der Backstube auf. 1982 startete er im elterlichen Betrieb eine Konditorlehre. 1988 legte er die Meisterprüfung ab. Vor dem Hintergrund, dass Heinrich Poeth auch als Bäcker tätig war, entschloss er sich die Bäckermeisterprüfung ebenfalls abzulegen. 1991 erhielt der St. Huberter auch den zweiten Meisterbrief.

Quelle: RP
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