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Stadt Kempen
Trendsportart fordert die Spieler heraus

Stadt Kempen: Trendsportart fordert die Spieler heraus
Gar nicht so einfach, sich mit diesen zwölf kg schweren aufgeblasenen Kugeln zu bewegen und zu spielen. Jede Menge Spaß gab es beim Ausprobieren der neu angeschafften Körperbälle. Im September wird ein Fun-Turnier ausgerichtet. FOTO: A. HÜSKES
Stadt Kempen. Viel Spaß beim Bubblez Soccer mit zehn übergroßen "Kaugummiblasen" hatten die jungen Spieler von Thomasstadt Kempen auf dem Kunstrasenplatz. Alle, die diese neuen Teilen ausprobierten, fanden es anstrengend, aber auch spaßig. Von Willi Schöfer

"Nach vier anstrengenden Wochen der Vorbereitung haben sich die Jungs ein bisschen Fun verdient", sagt der Trainer der ersten Mannschaft von Thomasstadt Kempen, Klaus Hammann. In wenigen Minuten soll eine besondere Trainingseinheit beginnen. Denn für die Spieler liegen zehn übergroße Kaugummiblasen, im Durchmesser von etwa 1,40 Meter, auf dem Kunstrasen, die sie sich kurz darauf erst einmal überziehen. Dann wird Bubblez Soccer gespielt. Die Schwerkraft bekam dabei ein ganz neues Gewicht und Gesicht.

"Boh, ist das anstrengend", sagt nach dem ersten zehnminütigen Spiel Jakob Mindor, zumal die Kugel etwa zwölf Kilogramm schwer ist. Jakob hält den Ball im Innern an zwei nebeneinander liegenden Griffen fest, ist angegurtet, die Sicht ist durch den Kunststoff und die vielen Noppen eingeschränkt. "Man ist erst einmal etwas orientierungslos, hat keine Kontrolle", stellt Niclas Brüx fest. Und auch der Trainer traut sich, spielt nach ersten Bedenken ("die Jungs meinen dann, ich wäre so eine Art Freiwild") in einem der drei Vierer-Teams und äußert danach: "Das ist nichts für diejenigen, die Koordinierungsprobleme haben, man muss stabil stehen und jederzeit auf Tacklings vorbereitet sein."

Vom Rand aus beobachten Marc Schmidt (35) und Thomas Rathmakers (39) das Geschehen. Marc Schmidt, ebenfalls ein Spieler des Vereins, hatte die Trendsportart, die ursprünglich aus Norwegen kommt, nach Kempen gebracht. Er war vor etwa zwei Monaten nach Irland gefahren, um bei der Heirat seines irischen Freundes John Örma der Trauzeuge zu sein. Und beim feucht-fröhlichen Junggesellenabschied von John wurde in Galway Bubble Soccer gespielt.

"Selbst John, der eigentlich den Fußball hasst, war wie ich auch begeistert davon", erinnert sich Marc Schmidt, ein Betriebsmeister in der Chemie-Branche. Gemeinsam mit anderen Freunden, darunter auch Thomas Rathmakers und Till Kohnen, nahm er sich vor, die Sportart bekannter zu machen. Zum Sonderpreis von jeweils 370 Euro wurden zehn Bälle angeschafft, die unter anderem Betriebe, Vereine oder Kegelclubs ausleihen können. Einen Facebook-Account und eine Internet-Seite ("http://www.bubblezsoccer-nrw.de" ) gibt es bereits.

Gespielt wird in einem Strafraum, die beiden Tore stehen an den Längsseiten. Niclas und Patrick vom Team I probieren erst einmal das Aufstehen nach den zu erwartenden Tacklings. Es klappt, vor allem beim Physio-Therapeuten Szabolcs Kisz, der oft die harte Kunstrasen-Narbe kennenlernt, aber sich stets wieder aufrappelt und lächelnd weitermacht. Kurz nach dem Anpfiff macht Argelis Vierrether vor Freude einen Überschlag, er hat ein Tor erzielt. Louis vom Team III fällt und hat sich dabei eine Schürfwunde am linken Knie zugezogen. Jedenfalls machte es den Jungs Spaß. Die Sieger des kleinen Turniers sind Dominic Madré, Dominique Strathe, Louis Rösch und Szabolcs Kisz. Hinterher wird noch "Last man standing" gespielt: dabei gewinnt derjenige, der als Letzter noch steht. Eine andere Variante ist das "Sumo Ringen": in einem Kreis stehen sich zwei oder mehrere Kontrahenten gegenüber, die ihre Gegner daraus schubsen müssen.

Quelle: RP
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