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Stadt Kempen
Türchen öffnen ist beliebt

Stadt Kempen: Türchen öffnen ist beliebt
Türchen öffnen oder Säckchen aufmachen bereitet in der Adventszeit einfach nur Freude. FOTO: i-Stock
Stadt Kempen. Mit dem 1. Dezember beginnt wieder die Zeit der Adventskalender. 24 Türchen warten auf kleine und große Türöffner. Die Palette des Kalenderinhalts reicht von Schokolade bis hin zu Gewürzen. Von Bianca Treffer

Die Regale mit Adventskalender sind in den Geschäften bereits merklich leerer geworden. Mit dem Näherrücken des 1. Dezembers sind die Kalender nun vermehrt in Kinderzimmern, Küchen und Wohnstuben zu finden. Es gibt auch die quer durch einen Raum gespannten Schnüre, an denen zwei Dutzend kleiner Päckchen baumeln oder andere selbst gemachte und eigens befüllte Varianten. Doch egal, ob fertig gekauft oder mit 24 kleinen Überraschungen individuell zusammengestellt, der Adventskalender als solcher ist sehr beliebt.

"Im vergangenen Jahr hat mein Mann mir einen Kalender mit einem Fotomotiv aus einem unserer Winterurlaube gemacht. Gefüllt war der eigentliche Kalender mit köstlichen Pralinen. Ich habe mich riesig darüber gefreut und hoffe, dass es in diesem Jahr auch wieder so eine Überraschung gibt", berichtet Nicole Stenmanns. Bei Sabine Röttger gibt es gleich zwei Kalender für Sohn Marten. Den mit der klassischen Schokoladenfüllung und einen weiteren mit Spielzeug. Wobei der mit Schokolade auch nicht irgendeiner ist, sondern er enthält das süße Naschwerk in Form von Figürchen der Lieblingsserie des knapp Dreijährigen. "Ich selbst hätte auch mal gerne einen Adventskalender, aber bislang ist mein Mann noch nicht auf die Idee gekommen, mir einen zu schenken", meint die junge Frau mit einem Augenzwinkern.

Bei Familie Bornkamp ist die ganze Familie in Sachen Adventskalender aktiv. "Wir sind zu viert und jeder übernimmt das Füllen von sechs Beutelchen, wobei vorher feststeht, wann wer ein Türchen öffnet. Das ist immer eine lustige Sache, weil keiner wirklich weiß, wer die eigenen Säckchen befüllt hat und was drin ist", sagt Sandra Bornkamp, die gerade die letzten kleinen Überraschungen für den selbstgebastelten Kalender eingekauft hat. Der Kalender wurde bereits mehrfach befüllt. Es handelt sich um Jutesäckchen mit roten Zahlen aus Filz, die die 44-Jährige vor einigen Jahren selbst genäht hat.

Bei Familie Liehnen dürfen sich sogar die Vierbeiner freuen. "Wir haben zwei Hunde und für die befüllen wir immer einen aus Stoff genähten Tannenbaum mit 24 Taschen", erzählt Antje Liehnen. Der Kalender wird dabei aber immer so aufgehängt, dass die Hunde nicht herankommen. Sie würden sonst alles auf einmal auffressen. Für Ursula Schmitz muss der Adventskalender klassisch mit Schokolade gefüllt sein. "Ich finde es Wahnsinn, was man mittlerweile alles bekommt. Da gibt es Kalender mit Alkohol, Parfüm, Schmuck, Gewürzen und Marmeladen. Von dem ganzen Spielzeug nicht zu reden. Muss das sein?", fragt die Seniorin. Ein Türchen öffnen und ein Stück Schokolade genießen, das reicht in ihren Augen völlig aus. Alles andere bezeichnet sie als "Konsumwahnsinn". Die achtjährige Paula freut schon seit Tagen auf den ersten Dezembertag. "Meine Mama hat mir einen Kalender gebastelt. An einem langen Ast, den wir im Wald gefunden haben, hängen in meinem Kinderzimmer ganz viele Päckchen mit Zahlen. Jeden Tag werden wir eins zusammen aufmachen", erzählt Paula voller Begeisterung. cZum Thema Adventskalender auch so manches Anekdoten zu hören. "Ich habe als Kind oft ganz vorsichtig schon ein weiteres Türchen geöffnet und die Schokolade gegessen", erinnert sich Klaus Wilmen. Auch das Nachschauen, welche Form das Schokoladenstück für den nächsten Tag hat, war früher schon sehr beliebt. Eins steht fest: Der Adventskalender ist nach wie vor beliebt und das Türchenöffnen bis zum 24. Dezember macht einfach Freude.

Quelle: RP
 
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