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Stadt Kempen
Über Kempen leuchten die Sterne

Stadt Kempen. 140 Händler waren beim ersten Wochenende des Weihnachtsmarkts dabei. Die Käufer gaben sich teilweise noch zurückhaltend. Der Handel ist sich sicher, dass sich das ändern wird. Von Silvia Ruf-Stanley

Ein Weihnachtsmarkt bei strahlendem Sonnenwetter und angenehm winterlichen Temperaturen - am Wochenende konnten zumindest mit dem äußeren Bedingungen des "Marktes des Sterne" in der Kempener Altstadt zufrieden sein. Schon am Samstag war die Stadt gut gefüllt, für gestern erwartete Werberingvorsitzender Armin Horst die meisten Besucher nach der Mittagszeit. So kam es dann auch. Sehr zufrieden war Horst, dass der Buttermarkt am Samstag noch bis in den späten Abend hinein gut mit Besuchern gefüllt war. Das zeige, dass die Idee, den Samstag zu verlängern, dafür den Sonntag in den Öffnungszeiten um eine Stunde zu kürzen, gut war.

Die Resonanz der Händler, sowohl in den Geschäften als auch an den Ständen, war allerdings am Wochenende noch verhalten. Viele schauten erst einmal nur, meinten so manche Einzelhändler. Das bestätigte auch Petra Kranhold vom Wäschegeschäft Wehmeyer an der Judenstraße. Dennoch war sie sich sicher, dass viele dann in der nächsten Woche wieder kommen. Vielleicht liege die Kaufzurückhaltung auch etwas daran, dass Monatsende sei und die Portemonnaies nicht mehr so gut gefüllt, mutmaßte Horst.

Bei Marion Breuer-te Heesen in der "Decoration" war dagegen viel los. Besonders begehrt waren hier schöner Schmuck für die Fenster. Offensichtlich wurde da mit Fundstücken aus ihrem Geschäft die Adventsdekoration noch vervollständigt. Da bestätigten auch Händler auf dem Markt, die weihnachtliche Dekoration oder Christbaumkugeln anboten.

Insgesamt waren es rund 140 Händler, die sich quer durch die Altstadt verteilten. Bei ihrem Rundgang durch die Stadt fanden Horst sowie der Geschäftsführer des Werberings, Fred Klaas, und der Erste Beigeordnete Hans Ferber, Stadtsprecher Christoph Dellmanns und Markus Wiegand vom Ordnungsamt, die mit den Veranstaltern Henning Schmitz und Patrick Hambloch von der Firma XDream unterwegs waren, nur einen richtigen Ausreißer. Ansonsten bemerkten sie noch ein paar Lücken in den Straßen, diese werden aber mit jeweils zehn Ständen mehr an den kommenden Wochenenden gefüllt, erzählte Horst.

Richtig ins Schwärmen geriet Horst, als er von seinem abendlichen privaten Rundgang über den Markt berichtete. Die Atmosphäre sei einfach sehr schön gewesen. Da wurde er von einer Nachbarschaftsgruppe rund um die Familien Wirichs und Hoyer bestätigt. Die waren auf dem Markt samt Nachwuchs unterwegs und gönnten sich gerade eine Pause an der kleinen Bühne am Martinsdenkmal. Viel schöner als in großen Städten oder zum Beispiel in Krefeld wäre es in Kempen, meinten sie alle übereinstimmend. Sanfte Musik, keine laute Bühne, die alles über schallt, das fanden sie gut. Auch dass der ganze Markt eine Gelassenheit ausstrahle, gefiel ihnen. Zur schönen Atmosphäre trugen sicherlich auch Straßenmusikanten und Schülerinnen wie Nina Berg und Leni Heidrich bei, die mit ihrem Gesang immer wieder neues Publikum in der Judenstraße anlockten.

Ein Stück weiter kostete die Familie Reissner aus der Nähe von Heinsberg das kulinarische Angebot. Jeder am Tisch hatte etwas anderes vor sich stehen. Vater Reissner wählte die klassische Rostbratwurst, Mutter Reissner entschied sich für den Flammlachs, die Kinder hatten sich von Reibekuchen über ungarischen Langos bis hin zu asiatischer Küche alles Mögliche ausgewählt. Das sei toll, so viel Auswahl an Geschmacksrichtungen zu haben, meinten sie übereinstimmend. Sie müssen es wissen, denn sie sind sozusagen Weihnachtsmarktprofis. Jedes Wochenende besuchen sie einen anderen Markt in der Umgebung und im benachbarten Holland sowie Belgien.

Quelle: RP
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