| 00.00 Uhr

Stadt Kempen
Verhasselts "KK": Kempen kabarettistisch gesehen

Stadt Kempen: Verhasselts "KK": Kempen kabarettistisch gesehen
Kempens CDU-Vorsitzende Rita Ulschmid und CDU-Fraktionschef Wilfried Bogedain (rechts) begrüßten beim Neujahrsempfang der Christdemokraten als Festredner den Kabarettisten Stefan Verhasselt. FOTO: Prümen
Stadt Kempen. Kempen einmal im kabarettistischen Licht beleuchtet, das war ein schöne Ansatz für den Vortrag von Stefan Verhasselt beim Neujahrsempfang der CDU am Freitagabend. "In Kempen is et schön", stellte der gebürtige Straelener, der seit einigen Jahren hier lebt, fest, um sich dann mit dem Leben in der Thomasstadt liebevoll, aber auch ein klein wenig kritisch zu beschäftigen. Denn die Kempener beäugen den "Neubürger" Verhasselt. Der trägt doch meist einen Schal, auch wenn es nicht kalt ist. Gut, dass es Stadtoriginal "Ferdi" gibt, der als Kempener Wetterfrosch das Klima in der Stadt kommentiert.

Viel wäre in Kempen erreicht, Bildung und Straßen würden ausgebaut, meinte der Kabarettist. St. Hubert liege da ja mit einer Breite Straße ganz vorne, auch wenn diese eher eine Raupe für Langsamfahrer wäre. Kempens Altstadt kann da nur eine Engerstraße aufbieten. Wenigstens über den Klosterhof würde nicht mehr so viel gemeckert. Wer da wohne, wäre ohnehin voll des Lobes. Dafür scharen sich die Bürger an den vielen Baustellen in der Stadt. Ist das Haus, wo früher die Metzgerei Horten war, nicht höher, als es mal geplant gewesen sei? Hier beweise sich eine Weisheit des von Verhasselt bewunderten verstorbenen Hans-Dieter Hüsch, dass der Niederrheiner ein sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit habe. Da habe sich der Bauherr Schmitz sogar genötigt gesehen, dies durch eine Zeitungsanzeige richtig zu stellen, erzählt Verhasselt.

Schön wäre ja der Sandkasten mit vielen Sitzmöglichkeiten für Eltern auf dem Kirchplatz gewesen. Weniger schön dafür die lange Baustelle am Viehmarkt. Verhasselt bewies auch Mitleid für die Redakteure der Rheinischen Post. Denn diese wären durch die Baustelle auf der Engerstraße mehr in Druck geraten als mit dem Druck ihrer Zeitung. Dafür müssten die Zeitungsleute der anderen Kempener Zeitung vor allen an Markttagen das Buttermarktsymphonieorchester aushalten, das über ein recht beschränktes, sich stets wiederholendes Repertoire verfüge.

So plauderte der Kabarettist sich quer durch Kempens Befindlichkeiten. Gelernt hat er, dass egal was komme, stets ein Geheimnis um die Wahl des Karnevalsprinzen gemacht werde. Und dass St. Hubert offensichtlich eine Prinzenschmiede sei. Dem Kabarettisten ist aufgefallen, dass in Kempen der Karneval sehr kölsch geprägt ist. Das Liedgut könne jeder auswendig mitsingen.

(sr)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Kempen: Verhasselts "KK": Kempen kabarettistisch gesehen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.