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Stadt Kempen
Verteilung der Eingangsklassen ist nicht einfach

In der Kempener Politik tut man sich schwer, die Voraussetzungen für die Integration von Flüchtlingskindern in die Regelschulen zu schaffen. Das konnte schon mehrfach in den Sitzungen des zuständigen Schulausschusses beobachtet werden. So auch zuletzt, als es um die Frage ging, wie viel Eingangsklassen es zum kommenden Schuljahr in den Kempener Grundschulen geben soll. 16 Eingangsklassen dürfen auf der Grundlage der so genannten Kommunalen Klassenrichtzahl, die das Land NRW vorgibt, für die Stadt Kempen insgesamt gebildet werden. Schuldezernent Michael Klee machte in der Sitzung deutlich, dass angesichts der aktuellen Anmeldezahlen 17 Klassen wünschenswert wären. Doch eine Aufstockung ist rechtlich nicht so einfach möglich. Sie könnte nur erlaubt werden, wenn der Zustrom von Flüchtlingsfamilien mit Kindern, die in Grundschulen unterrichtet werden müssen, anhält. Unstrittig ist aus Sicht der Politik, dass in St. Hubert für 59 angemeldete Schulneulinge drei und in Tönisberg für 29 Erstklässler zwei Eingangsklassen gebildet werden müssen. Immerhin braucht die Stadt an beiden Schulen Reserven für Flüchtlingskinder. Für die Astrid-Lindgren-Schule im Kempener Norden liegen 52 Anmeldungen vor. Das bedeutet, dass hier zwei Eingangsklassen gebildet werden. Ursprünglich war diese katholische Grundschule dreizügig geplant. Verzichtet die Stadt nun hier auf eine dritte Eingangsklasse, kann diese an eine der beiden anderen Kempener Grundschulen, die Regenbogenschule und die Katholische Grundschule Wiesenstraße, vergeben werden. Nach dem Elternwillen beim Anmeldeverfahren hätten in der Regenbogenschule sieben altersgemischte Klassen mit den Jahrgangsstufen eins und zwei und ander Grundschule Wiesenstraße nur noch zwei erste Klassen gebildet werden können. Dies schlug Schuldezernent Klee dem Ausschuss auch vor. Doch CDU und FDP haben bei einer solchen Lösung erhebliche Bauchschmerzen. Denn in der katholischen Grundschule müssten bei einer Reduzierung auf zwei Eingangsklassen zu viele I-Dötzchen pro Klasse unterrichtet werden. Das erschwere die Inklusion von behinderten Kindern und die Integration von Flüchtlingen in den Regelunterricht. Von Andreas Reiners

Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde beschlossen, auch fürs kommende Schuljahr 2016/2017 an der Regenbogenschule sechs und an der Schule Wiesenstraße drei Eingangsklassen zu bilden.

Quelle: RP
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