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Stadt Kempen
Viel Beifall für Martin Luther

Stadt Kempen: Viel Beifall für Martin Luther
Die Kinderchöre der Evangelischen Kirchengemeinde St. Hubert und Tönisberg präsentierten das Luther-Musical "Das Geheminis der Wartburg". Für die jungen Darsteller und Sänger gab es viel Beifall. FOTO: Norbert Prümen
Stadt Kempen. Ein Stück Reformationsgeschichte als Musical zog die Besucher in der Kirche St. Hubert in den Bann. Die Kinderchöre der Evangelischen Kirchengemeinde St. Hubert und Tönisberg lüfteten das Geheimnis um den Junker Jörg. Von Bianca Treffer

Die evangelische Gustav-Adolf-Kirche in St. Hubert hat sich in die Wartburg verwandelt. Dort, wo sonst Altar, Kanzel und Taufbecken zu sehen sind, steht die mächtige Wartburg mit ihrem Turm. Dazu gibt es einen Blick ins Innere, denn eine Küche, in der die Schinken über dem großen Backofen hängen, ist ebenfalls aufgebaut. Der runde Kronleuchter der Kirche passt dazu bestens. Auch wenn Glühbirnen auf ihm leuchten, so könnte er doch in der Wartburg in Eisenach hängen. "Wir gehen heute auf eine Reise und das nicht nur geografisch, sondern auch zeitlich. Wir ziehen gegen Osten auf eine Burg, die Wartburg und zwar in das Jahr 1521. Es gibt dort ein großes Geheimnis und das können heute alle mitentdecken", macht Pfarrer Markus Rönchen bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Kirche neugierig auf das Kommende. Unter der Leitung von Kirchenmusikerin Dagmar Kiep und mit Unterstützung von Astrid Reinshagen-Baumgart haben die Kinderchöre der Evangelischen Kirchengemeinde St. Hubert und Tönisberg anlässlich des Reformationsjahres das Musical "Das Geheimnis der Wartburg", ein Luther-Musical von Henrike Thies-Gebauer, einstudiert.

Doch bevor das Musical seinen Anfang nimmt führt Astrid Reinshagen-Baumgart die Zuschauer auf etwas ungewöhnliche Art und Weise in das Leben und Wirken von Martin Luther ein. Mit einer Handpuppe, die den Reformator darstellt, geht es zur Burg. "Dr. Luther, erkennen sie die Wartburg wieder?" möchte die als Magd Verkleidete wissen. Ein Nicken von Luther, dem ein kurzweiliger und auch für jüngere Besucher verständlicher geschichtlicher Abriss folgt, der sein Leben zusammenfasst, bis zu dem Moment, in dem die Wartburg eine große Rolle zu spielen beginnt.

Und dann kehrt Leben auf die Wartburg ein. Hans von Berlepesch, im Edelgewand gekleidet, zieht mit seinem Gefolge ein. Wobei Louis in dieser Rolle den bunten Reigen der Lieder mit "Die Burg auf dem Berg" eröffnet, während der Chor die einzelnen Strophen mit dem Refrain einrahmt. Ein gelungener Auftakt, dem ein Wechsel von Textstücken und Musikeinlagen folgt.

Herrlich anzusehen, das geschäftige Treiben in der Küche. Beeindruckend der Auftritt der Ritter mit ihren Schwertern, Helmen und Kettenhemden, die auf der Suche nach einem Martin Luther sind. Wobei dies mit dem Lied "Wir suchen Martin Luther" untermalt wird. "Was geht vor in dieser Burg?" fragen sich kurz danach Anna, Dorothea, Magdalena und Cecilia musikalisch. Denn wer ist der Mann, der als Junker Jörg auf der Burg fast immer nur in einem Zimmer sitzt und schreibt? Das lässt den jungen Damen, die zu Gast auf der Wartburg sind, keine Ruhe. Wobei es beim Lüften des Geheimnisses so manchen spannenden Moment gibt.

Ein Musical, das kindgerecht Einblick in das Leben des berühmten Theologen ermöglicht und die Reformation als solche ein wenig näherbringt. Wunderbar passend ist dann der Abschluss mit dem bekannten Lutherlied "Wie eine feste Burg", dem donnernder Applaus folgt.

Quelle: RP
 
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