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Stadt Kempen
Viel Neues für süße Schleckermäuler

Stadt Kempen: Viel Neues für süße Schleckermäuler
Fernando Santos war gestern der Mann, der für Dino Tonel im "Paradys" an der Engerstraße die leckeren Eiskreationen zusammenstellte und servierte. Das kürzlich wiedereröffnete Eiscafé ist eine Filiale des "Brustolon" am Buttermarkt. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)
Stadt Kempen. In die Eiscafé-Landschaft in der Kempener Altstadt ist in den vergangenen Wochen Bewegung gekommen. Am Studentenacker gibt es eine neue Eismanufaktur, im alteingesessenen Paradys einen neuen, bekannten Pächter. Von Silvia Ruf-Stanley

Mit dem Frühjahr beginnt auch in der Kempener Altstadt eine neue Eiszeit und die bringt gleich zwei Veränderungen mit sich. Denn die bisherigen Pächter der Eisdiele "Paradys" an der Engestraße, Edgar da Costa und Petra Jacobs, sind an den Studentenacker umgezogen. Wo es früher schicke Mode gab, wird nun leckeres Eis kreiert. "Kempener Eismanufaktur" haben sie ihr Geschäft genannt. Denn der Kunde soll wirklich sehen, dass dort das Eis in Handarbeit entsteht. Das passiert zwar aus vorgeschriebenen hygienischen Gründen hinter einer Tür, aber die ist aus Glas, so dass man Jacobs und da Costa bei der Arbeit zusehen kann.

Für die beiden ist Eis Leidenschaft, sagt da Costa. Er stammt aus Portugal, aus einer Bäckerfamilie. Als er vor 15 Jahren nach Deutschland kam, hat er in einem Eiscafé gearbeitet. Und nicht nur das Eis, sondern auch gleich noch seine heutige Ehefrau lieben gelernt. Denn die kommt aus einer Eiscafé-Familie. Beide sagen voller Überzeugung, dass sie gar nichts anderes machen möchten - auch wenn die Arbeitszeiten lang sind. Ganz stolz sind sie auf ihre schon ganz alte Eismaschine, die immer noch ihr gutes Werk tut. Es wird alles frisch produziert. Milch und Zucker gehören ins Eis, ansonsten frische Früchte, Nüsse, Kakao oder Vanille. 24 Sorten haben sie im Angebot. im Trend liegt veganes Eis, dass es in den Sorten Mango und Bitterschokolade gibt. Aber man kann sich auch für neue Sorten wie Sesamkrokant, Joghurette oder Zimtpflaume entscheiden. Im Herbst ist Spekulatiuseis auch noch mit dabei. Auch für Diabetiker gibt es Eissorten. Und ganz beliebt, vor allem bei Kindern, sind Toppings. Da kann die Eiskugel noch mit Kinderschokolade oder sogar Gummibärchen verfeinert werden.

Edgar da Costa und Petra Jacobs sind von der Engerstraße zum Studentenacker umgezogen. Hier haben sie ihre "Eismanufaktur" eröffnet. FOTO: Kaiser

Das frühere Ladenlokal von "Paradys" an der Engerstraße ist nicht verwaist. Dino Tonel, Inhaber des Eiscafés "Brustolon" am Buttermarkt, hat es als Filiale übernommen. Er konnte einfach nicht widerstehen als ihm das angeboten wurde, sagt er. Schließlich gibt es das "Paradys" schon seit mehr als 50 Jahren. Ursprünglich auf der anderen Straßenseite, erinnern sich Matthias Mertens und Werner Beckers. Die Eisdiele bestach lange Jahre durch den Charme der 1950er-Jahre mit kleinen Tischchen und bunten Stühlen. Übrigens ist der Name kein Schreibfehler, denn die ursprüngliche Besitzerfamilie hieß tatsächlich Paradys und kam als Einwanderer nach Kempen.

Das Lokal ist vor Jahren verkleinert worden. Tonel hat es jetzt modernisiert. Er hat ein paar Bänke und kleine Tische vors Café gestellt. Auch dort kann Eis geschleckt oder Kaffee getrunken werden. Zur Zeit ist dort besonders der "Frozen Joghurt" als kalorienarme Spezialität der Hit, sagt Tonel. An der Engerstraße es gibt alles, was es auch am Buttermarkt gibt. Die Sorten wechseln teilweise täglich. Es gibt auch hier veganes Eis und lactosefreie Sorten. Tonel lässt sich immer von neuen Trends inspirieren. Toppings dürfen auch hier nicht fehlen.

Auch im "Sylter Eiscafé" im Klosterhof probiert man neue Trends aus, erzählt André Diekmann. In diesem Jahr sind Passionsfrucht, weißer Nougat und weiße Schokolade dabei, außerdem wird Kokoseis gerne genommen. Fruchteis ist vor allem bei Veganern beliebt, sagt er. Es sind etwa 30 Sorten im Angebot. Da alles stets frisch gemacht hat, wechseln Sorten und Anzahl immer wieder. Unverzichtbar auch hier die beliebten Toppings. Nüsse oder Soßen, die Auswahl fällt da schon schwer.

Wenn jetzt das Wetter mitspielt, ist einem Ausflug in die Kempener Eislandschaft keine Grenze gesetzt. Vorausgesetzt man kann sich zwischen all den leckeren Sorten entscheiden. Gemeinsam haben aber alle Eiscafés in der Kempener Innenstadt, dass sie sehr viel Wert auf frische Herstellung und Vielfalt legen. Und dass sie bereitwillig auf Fragen ihrer Kunden nach den Inhalten ihrer Sorten antworten.

Quelle: RP
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