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Stadt Kempen
Viele Projekte sollen das Hagelkreuz beleben

Stadt Kempen. Beim Treffen zur Begehung des Bürgerwaldes erläutert Quartiersentwickler Ingo Behr die Planungen. Von Silvia Ruf-Stanley

Rund ein Dutzend Besucher zählten die Organisatoren jetzt bei der Begehung des Bürgerwalds im Hagelkreuz. Quartiersentwickler Ingo Behr nutzte die Gelegenheit, die ersten Erfolge der Wunsch-Box-Aktion und der vorangegangenen Treffen zur Quartiersentwicklung im Hagelkreuz vorzustellen. Derzeit werden die Fragebogen der Wunsch-Box noch ausgewertet. Aber es gibt schon konkrete Planungen. So zum Beispiel ein "Oma-Opa-Projekt". Eine gute Idee. Senioren werden sozusagen Leih-Großeltern für junge Familien, wo es keine Großeltern in der Nähe gibt. Sie wollen die Familien dadurch entlasten und gleichzeitig den Kindern die Erfahrungen von älteren Menschen weiter geben. Am 5. Juli wird sich der Kreis um 17.30 Uhr treffen, um genauere Abläufe abzustimmen. Für den 31. August ist ein erstes Treffen mit Eltern geplant, um die passenden Partner zusammenzubringen. Bislang gibt es drei Senioren, die mitmachen, weitere sind gerne willkommen, so Behr.

Über die Kempener Senioren-Initative soll es einmal im Monat Angebote für Freizeitaktivitäten geben. Ab Mitte Juni steht der Fotowettbewerb mit Motiven aus dem Viertel an. Bis 31. Juli sind alle Kempener Bürger eingeladen, sich fotografisch mit dem Quartier zu beschäftigen. Im Wettbewerb werden einmal die Arbeiten von Kindern bis 13 Jahren bewertet. Als zweite Gruppe die der über 14-Jährigen - "bis ins hohe Alter", so Behr. Im September soll es eine Info-Veranstaltung zum barrierearmen Wohnen geben. Dabei werden auch Wohnungseigentümer die Fördermöglichkeiten für Umbauten kennen lernen können. Bereits fest eingeplant ist für das Bürgerfest am ersten Juni-Samstag eine Podiumsdiskussion zum Thema "Hilfen im Alter annehmen".

Beim Thema "Bürgerwald" wüssten viele Bürger nicht, dass dieser eine Ausgleichsfläche für Wohnbebauung in Kempen ist, meinte Eva Maria Willemsen. Sie würden daher auch nicht den Sinn der Wildwiesen verstehen. Diese sind aber ein wichtiger Bestandteil zur Renaturierung, erklärte Peter Jeske vom Naturschutzbund Nabu. Denn hier können Insekten, die es sonst kaum mehr in der Stadt gibt, Lebensraum finden.

Angemerkt wurde, dass der Zugang zum Waldstück für ältere Menschen mit Rollator oder für Familien mit Kinderwagen schlecht wäre. Außerdem wünschten sich Besucher Hundekotstatinen mit Beuteln, wie sie gerade im Kempener Süden erprobt werden. Eine Boulebahn wurde vorgeschlagen. Johannes Stimpel regte an, doch für die vielen Besucher am Wochenende einen kleinen Kiosk zu errichten. Der wiederum könne doch mit einer Boulefläche kombiniert werden, so eine Besucherin. Ingo Behr nahm eine lange Liste von Vorschlägen mit.

Quelle: RP
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