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Gemeinde Grefrath
Volkstrauertag: Generationen im Gedenken vereint

Gemeinde Grefrath. Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2016 fand gestern traditionell auf dem Ehrenfriedhof des katholischen Friedhofs St. Heinrich in Mülhausen an der Grasheider Straße statt. Gegen 11 Uhr setzte sich der Zug der Teilnehmer in Richtung Friedhof in Bewegung. Dort umrahmten der MGV Liederkranz, der Musikverein Oedt und das Trommlercorps "Einigkeit" Vinkrath die Gedenkstunde musikalisch. Diakon Helmut Nau aus Grefrath sprach ein Gebet. Die Gedenkansprache hielt in diesem Jahr der Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Grefrather Rat, Jens Ernesti.

Er erinnerte einleitend daran, dass der Volkstrauertag den Opfern von Krieg und Gewalt gewidmet ist. Ernesti machte deutlich, dass hinter 55 Millionen Kriegstoten "einzelne menschliche Schicksale stehen. Menschen, wie du und ich." Im zweiten Weltkrieg wurden 1,4 Millionen Kinder zu Kriegswaisen. Eine dieser 1,4 Millionen Kriegswaisen war die Mutter von Jens Ernesti. Sie hat ihm "viel über ihre Kindheit und die schrecklichen Umstände und Ereignisse erzählt." Kinder seien immer die Hauptleidtragenden von Krieg und Gewalt.

" Ernesti sah den Volkstrauertag 2016 als eine "nicht abgenutzte Tradition" an, sondern als einen Tag der "gemeinsamen Trauer." Ernesti bezeichnete die Menschen, die am gestrigen Volkstrauertag in Mülhausen an der Gedenkstunde teilnahmen als ein "sichtbares Zeichen der Erinnerung." Ernesti sah es auch als eine Aufgabe "seiner Generation" an, Erinnerung und Andenken an die Kriegstoten zu pflegen.

(mab)
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