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Stadt Kempen
Was man beim Sport lernen kann

Stadt Kempen: Was man beim Sport lernen kann
Der Landessportbund schaute beim Kempener Turnverein vorbei. Neben viel Bewegung gab es auch Tipps für die Übungsleiter. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Kempen war jetzt die erste von insgesamt drei Stationen, an denen der Tourbus des Landesportbundes im Rahmen seiner Kampagne "Beim Sport gelernt" hielt. Beim Kempener Turnverein nahm der Sportbund Stimmen auf. Von Bianca Treffer

Bei der Frage von Landessportbund-Mitarbeiter Michael Stephan, was er beim Sport gelernt habe, muss Simon Gerlach nicht lange überlegen. "Ich habe gelernt, dass sich Fleiß und Durchhaltevermögen bezahlt machen. Selbst wenn man nicht so gut ist und dran bleibt, dann kann man dies dadurch kompensieren. Das gilt nicht nur für den Sport, sondern für das ganze Leben", sagt der Trampolinturner. Für Willi Peters lautet das Stichwort auf die Frage: "Gesellschaftlichkeit". Das Ganze sehen und abwägende Entscheidungen treffen steht für den Geschäftsführer des Kempener Turnvereins (KTV) dahinter. "Sich und seinen Standpunkt verdeutlichen, das habe ich auch beim Sport gelernt", ergänzt Peter.

Bei Katharina Klüber lautet die Antwort Teamfähigkeit. "Auf sich selbst zu achten, aber andere nicht aus dem Blick zu verlieren. Ich habe aber auch gelernt, vor Gruppen frei zu sprechen", erzählt die junge Gruppenhelferin. Mit der Aussage, Verantwortung zu übernehmen und gelernt zu haben zu handeln, bringt sich Uschi Klüber ein, die beim KTV Übungsleiterin für die Turngruppen ist.

Beim Richtfest an der Lobbericher Straße (v.l.): Zimmermann Klaus Scholz, Jens und Hans Wilhelm Janissen sowie Architekt Christoph Arlt. FOTO: rp-foto; wolfgang kaiser

Viele verschiedene Aussagen, aber für jeden einzelnen haben sie eine große Bedeutung. Und genau die möchte der Landessportbund mit seiner aktuellen Kampagne "Beim Sport gelernt" einfangen. Im August vergangenen Jahres fiel der Startschuss für die Aktion, bei der sich jeder Sportler mit einer Antwort auf die Frage, was man beim Sport gelernt habe, mit einem Videobeitrag einbringen kann. "Wir möchten das Bewusstsein schaffen, dass Sport Bildungsqualität hat. Sport ist mehr als nur Körperertüchtigung. Im Sportbereich werden Werte vermittelt, die für das Leben wichtig sind. Wir möchten Vereine darin unterstützen, dass sie sich dessen, was sie leisten, bewusst sind und sich entsprechend selbstbewusst präsentieren. Wir möchten die Bedeutung der Vereine zudem nach außen transportieren", erläutert Andre Laschet, Referent für den Landesportbund, die Hintergründe der Kampagne.

Im Dezember vergangenen Jahres startete zudem ein Tourbus zu "Beim Sport gelernt". Über die jeweiligen Kreissportbünde konnten sich Vereine melden, die ein Interesse daran haben, den Tourbus zu sich zu holen und direkt vor Ort an der Aktion teilzunehmen. "Im Kreis Viersen haben wir dabei das Glück, dass der Tourbus gleich dreimal bei uns hält", sagt Klaudia Schleuter, Geschäftsführerin des Kreissportbundes Viersen, erfreut. Neben dem Kempener Turnverein sind es der Reit- und Fahrverein Lobberich sowie der Turnverein Breyell. Für die teilnehmenden Vereine stellt dieser Besuch zudem die Chance dar, Geld in die Vereinskasse zu bekommen. Die jeweiligen Übungsleiter, Trainer und Vorstände können nämlich an einem Quiz und einem Wortspiel teilnehmen, bei dem als Hauptpreis 1000 Euro winken.

Inzwischen hat Michael Stephan nicht nur etliche Sportler interviewt, sondern auch ihre Aussagen per Video festgehalten. "Wir setzen ein großes Puzzle von Aussagen im Internet zusammen", erklärt der Landessportbund-Mitarbeiter. Zudem kann jeder sein ganz persönliches Video, gekoppelt mit der Aussage, was beim Sport gelernt wurde, auf den Seiten des Landessportbundes einstellen. Bislang wurden 1500 Kurzvideos hochgeladen. Unter anderem wird immer das Video des Monats ermittelt, für das ebenfalls Geldpreise zu gewinnen sind. Die Videos und Aussagen sind dabei so vielschichtig, wie es der Sport eben ist.

Quelle: RP
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