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Stadt Kempen
Wasser gegen Wärme ist der Renner

Stadt Kempen: Wasser gegen Wärme ist der Renner
Ausnahmezustand am Wochenende im Freibad "Aqua Sol": Die Rutschen im "Aqua Sol" sorgten für grenzenlosen Badespass bei Jung und Alt. FOTO: Norbert Prümen
Stadt Kempen. Sommerfeeling im Freibad und auf der Niers: Die hochsommerlichen Temperaturen zogen am Wochenende Tausende von Besuchern ins Aqua Sol. Aber es gab auch die, die Wasserspaß hatten, ohne nass zu werden: auf der Niers. Von Bianca Treffer

Eigentlich sind es Bilder aus den Sommermonaten. Überfüllte Parkplätze, mit Bade- und Kühltaschen bepackte Besucher, die bis draußen Schlange an der Kasse stehen und ein Freibadbereich, der aussieht wie ein buntes Menschenmeer im Becken und auf der Liegwiese. Besucher, die es sich unter Sonnenschirmen oder den schattenspendenden Bäumen der Liegewiese bequem gemacht haben, genießen die Wärme. Andere, die sich sonnen oder Kulinarisches aus den mitgebrachten Kühltaschen zaubern, lassen sich auf der Picknickdecke das erste Essen unter freiem Himmel schmecken. Lachen ist von den Beachvolleyballfeldern zu hören, die trotz Temperaturen von 30 Grad immer wieder einzelne Gruppen zu einem kurzen Spiel motivieren. Wenn es von der blauen Wellenrutsche nebeneinander ins kühle Nass des Familienbeckens geht, sind fröhliche Rufe zu hören. Beim Geplansche im Kinderbecken strahlen die jüngsten Badbesucher um die Wette.

Die Wasserwelt Aqua Sol erlebt ihr erstes Besucherrekord-Wochenende des Jahres. "Der Wetterbericht hatte diese Temperaturen angesagt und daher haben wir unser Wochenende komplett auf Schwimmbad eingestellt", sagt Yvonne Simons, die mit der ganzen Familie aus Wachtendonk angereist ist. Pauline weist indes ganz stolz auf ihr Seepferdchen-Abzeichen am Badeanzug hin. "Ich kann jetzt schon richtig schwimmen", berichtet die Achtjährige voller Stolz. Nichtsdestotrotz geht es nicht alleine ins Wasser, sondern zusammen mit dem Papi. Über die Wasseroberfläche fliegen Bälle, Poolnudeln sind im Einsatz. Die gute Laune der Besucher ist regelrecht spürbar, zumal das Aqua Sol so viele Möglichkeiten und Platz bietet, dass sich trotz der vielen Besucher alles gut verteilt. "Die Liegewiese ist so groß, da findet man immer noch ein ruhiges Fleckchen", bemerkt Martina Schubert, die neben Badeanzug und Liege auch ein Buch eingepackt hat. Die 26-Jährige hat sich einen entspannten Nachmittag im Bad vorgenommen. "Es hat zwar etwas gedauert, bis wir im Freibad waren, aber es hat sich gelohnt anzustehen", meint Jochen Schwarz, der zum ersten Mal das Aqua Sol besucht, weil "Freunde uns davon vorgeschwärmt haben", fügt der Mönchengladbacher an.

Paddeln auf der Niers: Ob Schlauchbot oder Kanu. An romatischen Streckenabschnitten, wie hier am Fritzbruch, zwischen Süchteln und Oedt, mangelt es nicht. FOTO: Prümen Norbert

Einen Wasserspaß ohne nass zu werden, erleben hingegen die Paddler auf der Niers. Mit der Strömung geht es gelassen in Richtung Straelen. Auf dem Flüsschen sind nicht nur Kanus unterwegs, sondern auch Schlauchboote. Ein solches hat sich die Familie Steinkamp im vergangenen Jahr angeschafft. "Wir haben ein paarmal ein Kanu gemietet und damit Touren auf der Niers gemacht. Jetzt sind wir mit dem eigenen Boot unterwegs, wobei uns Freude auf Abruf wieder einladen kommen. Es ist einfach entspannend und macht uns allen Spaß", sagt Tobias Steinkamp. Mit Picknickdecke und Kühltasche ist die Familie gut ausgerüstet und dort, wo es ihnen gefällt und sie anlegen können, ist eine gemütliche Pause geplant. Kanus, in denen Sonnenschirme aufgespannt sind, gleiten durch das Wasser, nur angetrieben von der Strömung. Andere treiben ihre Wasserfahrzeuge mit gleichmäßigen Schlägen nahezu geräuschlos an. "Man hat bei einer solchen Tour auf der Niers immer wieder ein anderes Landschaftsbild. Die Art der Fortbewegung ist außerdem entschleunigend", bemerkt Karla Hübner, die gerade bei den schon hochsommerlichen Temperaturen eine Nierstour mehr als nur schön findet, besonders wenn ihr Freund paddelt. Dass beim Kanu fahren aber auch Wasserkontakt angesagt ist, zeigt ein 13-Jähriger, der das Boot mit seinen Eltern durch die Niers zieht. "Die Niers ist ja nicht tief, da geht das prima", bemerkt der 13-Jährige. Andere sind vorschriftsmäßig mit Schwimmwesten ausgerüstet. "Sicher ist sicher, besonders bei den Kindern. Zumal das heute unsere erste Tour auf der Niers ist", bemerkt Ulrich Jakobi. Für ihn und seine Familie ist indes schon klar, dass sie wiederkommen werden.

Quelle: RP
 
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