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Stadt Kempen
Weg frei für Wohnen in City-Nähe

Stadt Kempen: Weg frei für Wohnen in City-Nähe
Der Baustoffhandel Pegels ist an der Hülser Straße in Kempen im Bereich der Bahnlinie und der Einmündung Verbindungsstraße auf mehrere Teilstandorte verteilt. Bei einem Umzug würde der Betrieb zusammengeführt. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Kempen. Das bislang freie Gelände an der Ecke Hülser Straße/Kempener Außenring soll als Gewerbefläche ausgewiesen werden. So könnte die Baustoffhandlung Pegels umziehen. Das ergibt neue Perspektiven für das Areal an der Verbindungsstraße. Von Andreas Reiners

Auf dem Weg, in Kempen neue - vor allem preiswerte - Wohnungen anbieten zu können, haben Stadtverwaltung und Politik jetzt einen weiteren wichtigen Schritt getan. Der Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz hat in dieser Woche der so genannten frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zugestimmt, um den Flächennutzungsplan im südlichen Bereich der Hülser Straße ändern zu können. Das Planverfahren wird damit auf den Weg gebracht. Das unbebaute Areal an der Ecke Hülser Straße/Kempener Außenring - im Flächennutzungsplan "Am Selder" bezeichnet - ist bislang eine landwirtschaftliche Fläche. Die soll nun für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben umgewidmet werden. Hintergrund: Die Stadt steht in Verhandlungen mit der Firma Pegels Baustoffe. Die ist bislang an der Hülser Straße im Bereich zwischen Bahn und Verbindungsstraße ansässig. Eine Umsiedlung auf die Freifläche - Pegels könnte hier 2,5 Hektar Fläche gegenüber der Feuerwache und der Außenstelle des Straßenverkehrsamtes des Kreises bekommen - würde bedeuten, dass das Areal an der Bahn frei würde für eine seit Jahren geplante Neubebauung.

Zur Erinnerung: Die Firma Kanders bebaut das frühere Fabrikgelände an der St. Huberter Straße. Derzeit entsteht dort das erste von mehreren Mehrfamilienhäusern, in denen Kanders unter anderem preiswerte Mietwohnungen anbieten will. Das Kanders-Projekt stößt in der Politik auf große Zustimmung, weil an einen innenstadtnahen Standort neuer bezahlbarer Wohnraum entsteht. Der erste Kanders-Neubau soll im Herbst bezugsfertig sein. Weitere Wohnhäuser sollen folgen. An der Verbindungsstraße laufen die Vorbereitungen für weitere Neubauten. Hier tritt die Immobilienfirma Fabri & Reuter aus Grefrath, die seit geraumer Zeit ein Büro an der Burgstraße in Kempen hat, als Investor auf. Fabri & Reuter bewirbt im Internet bereits zwei Wohnhäuser hinter dem noch bestehenden Autohaus Engels. Die Wohnungen in gehobener Ausstattung sollen verkauft werden. Einige der Wohnungen sind bereits reserviert. Mit dem Bau wird derzeit begonnen. Die Wohnungen sollen ähnlich ausgestattet und gestaltet werden, wie das jüngste Neubauprojekte von Fabri & Reuter zwischen St. Huberter Straße und Moorenringgasse, das im Frühjahr bezogen worden ist. Die Bauzeit an der Verbindungsstraße wird im Internet mit 12 bis 14 Monaten angegeben.

Der erste Neubau auf dem Kanders-Areal an der St. Huberter Straße soll im Herbst fertig sein. FOTO: Kaiser

Das Autohaus bleibt vorläufig im vorderen Teil des Areals an der Verbindungsstraße. Allerdings ist ein Umzug in einen Neubau an der Von-Ketteler-Straße im Gewerbegebiet Krefelder Weg geplant. Nach dem Umzug, der noch nicht terminiert ist, soll dann auch das Autohaus komplett abgerissen werden. Hier könnte weitere Wohnbebauung entstehen.

Zurück zum Baustoffhandel Pegels: Das Unternehmen sucht seit Längerem nach einem neuen Standort, an dem die bisherigen vier Teilstandorte zusammengefasst werden könnten. Das Gelände an der Hülser Straße gegenüber der Feuerwache ist insgesamt rund 15,5 Hektar groß. Wenn Pegels davon 2,5 Hektar übernehmen würde, bliebe genügend Platz für eine weitere Nutzung. Die Stadt will die begrünten Flächen entlang des Seldergrabens erhalten und zudem in diesem Bereich ein weiteres Regenrückhaltebecken bauen.

Hinter dem Autohaus an der Verbindungsstraße entstehen zwei Neubauten mit Eigentumswohnungen. FOTO: Kaiser

Für das bisherige Pegels-Gelände an der Bahn gibt es ebenfalls schon Pläne für eine neue Bebauung. Das Wohnquartier zwischen St. Huberter Straße/Verbindungsstraße/Bahnlinie und Hülser Straße könnte nach Abriss der Gebäude erweitert werden. Auch hier möchte die Stadt, wie es der Technische Beigeordnete Stephan Kahl in seiner Vorlage für die jüngste Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz formulierte, "kostengünstigen Wohnraum schaffen".

Für die geplante Änderung des Flächennutzungsplans an der Ecke Hülser Straße/ Kempener Außenring läuft jetzt das Verfahren der öffentlichen Beteiligung an.

Quelle: RP
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