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Stadt Kempen
Weihnachtsbaum zum Selberschlagen

Stadt Kempen: Weihnachtsbaum zum Selberschlagen
Auf Gut Heimendahl kann man sich seinen Weihnachtsbaum selber schlagen. Von diesem Angebot macht Henning von der Wense gern Gebrauch. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Die Nachfrage nach Weihnachtsbäumen nähert sich ihrem Höhepunkt. Die Nordmanntanne bleibt der eindeutige Favorit. Viele Kunden haben sich ihren Baum schon im Herbst reserviert und schlagen ihn jetzt. Von Willi Schöfer

Alle Jahre wieder gehört der Run auf den richtigen Weihnachtsbaum einfach dazu. Jetzt ist Hochsaison, jetzt sieht man die Familien durch die Wälder streifen. Viele warten bis zur letzten Minute. Soll es eine Fichte oder die bewährte Nordmanntanne sein? Nicht nur bei Kreislandwirt Paul-Christian Küskens kommt nur die Nordmanntanne infrage: "Sie nadelt nicht so schnell, denn wir wollen länger was davon haben." Küskens will jetzt daheim in Niederkrüchten seine Tanne ordern. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise nahezu unverändert geblieben.

Einen größeren Run auf die Nordmanntanne als im Jahr davor stellen gleich mehrere Landwirte fest. So zum Beispiel Peter Friesen (Willich) oder Hannes von Heimendahl von seinem Kempener Gut Heimendahl. "Die Fichten gehen in diesem Jahr überhaupt nicht", sagt der Gutsherr. Man kann im direkt gegenüberliegenden Wäldchen seine Nordmanntanne selbst schlagen.

Die Anlage dort ist etwa vier Hektar groß. Hannes von Heimdendahl sagt weiter: "Wir bekommen die Setzlinge, müssen dann bis zur ersten Schlagreife etwa sieben Jahre warten." Der Preis richte sich nach der Form und dem Wuchs des Baumes, sei vor Ort verhandelbar. In der Regel koste der Baum je laufendem Meter etwa 22 Euro. Zusätzlich kann man dort auch gleich den Weihnachtsbraten fürs Fest ordern.

"Die Konkurrenz wird immer größer", sagt der Senioren-Chef des Mengelshofes in Unterweiden, Johannes Höfkes. Nahezu an jeder Ecke, in Bau- oder Supermärkten würden Bäume verkauft. Dennoch ist auch sein Sohn Peter Höfkes (29) froh, dass viele Stammkunden ihnen die Treue halten. Und nicht nur die Höfkes haben die Zeichen der größer werdenden Konkurrenz erkannt, laden zum Beispiel Firmen aus der Umgebung ein, die dann für die Mitarbeiter beim Baum-Kauf selbst kleinere Rabatte geben. Die Höfkes sind zufrieden mit dem bisherigen Verkauf. Ihr Preis bei der Nordmanntanne: wie bisher zwischen 18 und 22 Euro der laufende Meter.

Eine gute Adresse für den Kauf des Weihnachtsbaumes ist unter anderem der Schleupenhof der Familie Platen an der Stiegerheide, zwischen Kempen und St. Tönis gelegen, möglich. Dort wurden bereits vor Wochen viele Bäume von den Kunden markiert, die meisten werden jetzt abgeholt.

"Bei mir haben sich bereits im Oktober die ersten Kunden die Nordmanntannen oder Blaufichten auf meinen Kulturen ausgesucht, diese haben wir dann markiert und werden in der Regel nach dem dritten Advent geschlagen", meint Ludger Hügens (48) aus Anrath. Bereits in den 1970er-Jahren habe sein Vater mit den Schonungen und dem Verkauf angefangen. Mittlerweile betrage die Anbaufläche rund 2,5 Hektar. Zu etwa 90 Prozent seien dies Nordmanntannen, der Preis dafür dort: wie im Vorjahr ab 18 Euro je Meter. Bei den Blaufichten einige Euro preiswerter.

Weitere Tipps, die die Landwirte in Sachen Tannenbaum geben: Hohe Temperaturen und eine niedrige Luftfeuchtigkeit seien schädlich für die Weihnachtsbäume. Der Baum sollte daher möglichst lange draußen im Schatten gelagert und der Fuß in einen wassergefüllten Behälter gestellt werden. Zuvor sollte man den Stamm noch dünn anschneiden.

Ob der Baum beim Händler frisch ist, sei leich an der Schnittstelle zu erkennen: Sei sie hell, sei alles gut. Sei sie grau, sei dies ein Zeichen, dass der Baum schon vor längerer Zeit abgesägt worden sei. Außerdem sollten die Nadeln beim Kauf nicht stechen.

Auch im Zimmer sollte die Tanne oder Fichte in einem mit Wasser gefüllten Ständer stehen. Zumindest sollte man sie, so der Expertentipp, regelmäßig mit Wasser besprühen und möglichst weit weg von der Heizung hinstellen.

Quelle: RP
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