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Zuhause Im Tennisklub Rot Weiss
Weit mehr als einfach nur Sport

Kempen. Im TK Rot Weiß sind 16 Senioren-Medenmannschaften und zehn Jugendmannschaften in Medenspielen aktiv. Der 558 Mitglieder zählende Verein plant einen achten Tennisplatz und eine Traglufthalle für drei Plätze. Von Manfred Baum

kempen Das Zuhause im sportlichen Bereich hat in der Thomasstadt einen ganz bestimmten Namen - die Anlage des Tennisklubs Rot-Weiß Kempen, An Peschbenden. Die beispielhafte Anlage, eingebettet in die niederrheinische Natur, ist Heimat und Sportstätte zugleich. Da wundert es wohl nicht, dass der Verein mit 558 Mitgliedern auch 160 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in seinen Reihen hat, die im Verein den weißen Sport lernen und betreiben. Mit vier Jahren kann der Nachwuchs unter Anleitung erfahrener Trainer seine Karriere beginnen.

Es war der Kempener Kaufmann Karl Niermann, der den Verein vor 66 Jahren gründete und der große Weitsicht unter anderem darin bewies, dass er in Krefeld von einem Industriellen ein Wochenendhaus kaufte, das heute längst als Klubheim den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Rot-Weißen darstellt. Stolz meint der Vorsitzende Heinz Börsch (er führt den Verein seit 16 Jahren und war davor 14 Jahre Schatzmeister), dass die Anlage von auswärtigen Gästen immer wieder viel Lob erfahre. Wenn der Verein das Geplante umsetzt, dann wird das "Zuhause" noch attraktiver und sportlich reizvoller. Der Klub plant nämlich den Bau eines achten Tennisspielfeldes im Westen der Anlage. Dann sollen auch zwei Plätze ein wenig nach Süden verschoben werden und gleich drei Plätze sollen in einer Traglufthalle für einen Spielbetrieb sorgen, der es dem Verein ermöglicht, auch im Winter auf der Anlage Tennis zu spielen. Die Stadt Kempen ist über das Vorhaben informiert. Ein Lärmschutzgutachten für die Erweiterung und Umgestaltung ist bereits in Auftrag gegeben worden, berichtet Heinz Börsch. Sollte dieses Vorhaben Wirklichkeit werden, wäre der Verein nicht mehr abhängig von der Tennishalle am Schmeddersweg, für die der Pachtvertrag im April kommenden Jahres ausläuft. Rund 8500 Quadratmeter hat der Verein von der Stadt Kempen für seine Anlage gepachtet.

Heute spielen die Medenmannschaften von der Bezirksklasse bis zur Niederrheinliga. Ein ganz besonderes sportliches "Bonbon" gibt es am 21. August auf der schmucken Anlage. Es gibt nämlich in Deutschland nur vier Spielorte, wo ein Doppelturnier für Senioren (AK 40) in einem 32 er Feld vom Deutschen Tennis-Bund ausgerichtet wird. Der TK Rot-Weiß hatte Erfolg mit seiner Bewerbung und erhielt den Zuschlag. Die Herren AK 65 haben sogar schon einmal in der Regionalliga gespielt.

Heinz Börsch spricht noch einmal die angedachte Erweiterung an, die primär für die Jugend gedacht ist, um das Training zu intensivieren. Denn auch beim TK Rot-Weiß ist bekannt, dass die Jugend die Zukunft ist. Jedes Jahr am 1. Mai gibt es ein Jugendturnier auf Kleinspielfeldern. Der Center-Court liegt etwas tiefer und bietet den Besuchern optimale Möglichkeiten ein Match zu verfolgen, zumal auch die Terrasse vor einigen Jahren erweitert wurde. Fünf Plätze besitzen eine Flutlichtanlage. Auch das ist bemerkenswert.

Die Gastronomie ist ganztägig geöffnet. Das gesellschaftliche Angebot reicht vom Sommerfest über das Abschlussfest bis hin zu Turnieren, der verschiedensten Art. Der Verein hat lediglich fünf Prozent auswärtige Mitglieder, denn die Kempener Freunde des Tennissport wissen, was sie am Club haben. Der Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern und dass die Alten sich im Klub wohlfühlen, sieht man an der Belegung der Anlage. Sie sind immer noch aktiv.

Quelle: RP
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