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Stadt Kempen
Wenig Hoffnung für Umgehung

Stadt Kempen. Hans Krudewig sitzt der Schreck noch in den Gliedern. In der vergangenen Woche wäre der Tönisberger, als er mit dem Fahrrad auf der Bergstraße unterwegs war, fast von einem Lkw angefahren worden. Es war nicht das erste Mal, dass ein Tönisberger Bürger im Ortskern in eine solch gefährliche Begegnung mit Fahrzeugen geraten ist. Krudewig, der sich seit Jahren auch im örtlichen Heimatverein engagiert, meint, es wäre endlich an der Zeit, dass die längst vorhandenen Pläne für eine Ortsumgehung von Tönisberg umgesetzt würden. In der Tat hat das Land entsprechende Pläne in der Schublade. Aber an eine Realisierung ist nach wie vor nicht gedacht. Seit Jahren fordert der CDU-Ortsausschuss den Bau der Umgehung, die den Ortskern entlasten würde. Der CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Dr. Marcus Optendrenk hat dies im Düsseldorfer Verkehrsministerium mehrfach angemahnt. Dies tat auch schon sein Vorgänger Christian Weisbrich (CDU) - ohne Erfolg.

"Die Planung ist ruhend gestellt" bekam Optendrenk im August 2012 als Antwort auf seine Kleine Anfrage an die Landesregierung vom Juli des gleichen Jahres. Daran hat sich, so Optendrenk gestern gegenüber der Rheinischen Post, offenkundig nichts geändert. Der aktuelle Landesstraßenbauprogramm für 2016, das seit wenigen Tagen vorliegt, berücksichtigt die Umgehung Tönisberg nicht. In den vorliegenden Prioritätenlisten des Landesverkehrsministeriums - zuletzt Mitte Juli dieses Jahres aktualisiert - taucht weder eine mögliche Westumgehung (L 478) noch eine Teilverlegung der Vluyner Straße (L 477) auf. Optendrenk: "Die Mittel für neue Landesstraßen wurden in den zurückliegenden Jahren massiv zurückgefahren." Gleichwohl gilt es für Marcus Optendrenk, "sich weiter für das sinnvolle Vorhaben in Tönisberg einzusetzen".

(rei)
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