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Kolumne Gesund Und Fit
Wenn das Gelenk Probleme bereitet

Kempen. Ob Schulter-, Hüftgelenkersatz oder Knieendoprothese: Mit mehr als 400.000 Operationen pro Jahr kommt künstlichen Gelenken in deutschen Kliniken eine hohe Bedeutung zu. "Allerdings wird viel zu oft und zu schnell operiert", sagt Chefarzt Dr. Stefan Hinsenkamp, der als Unfallchirurg und Orthopäde im Kempener Hospital zum Heiligen Geist eine Abteilung leitet, die auch als "Endoprothetik-Zentrum" zertifiziert ist.

Doch wann sollte ein künstliches Gelenk überhaupt in Betracht gezogen werden? Was sollte man bei der Auswahl eines geeigneten Spezialisten beachten? Und kann einen das Thema Gelenkersatz grundsätzlich in jedem Alter treffen?

Wenn konservative Behandlungsmethoden nicht mehr ausreichen und die Lebensqualität durch Bewegungsschmerzen stark eingeschränkt ist, raten die Experten des Kempener Hospitals dazu, über einen operativen Eingriff nachzudenken. "Häufig sprechen wir hier von Patienten, die einen langen Leidensweg hinter sich haben und bei denen Schmerzmedikamente oder Krankengymnastik nicht mehr die erwünschte Linderung bringen. Der Großteil dieser Patienten sind Senioren, bei denen Hüft-, Knie- oder Schultergelenke von Arthrose betroffen sind", erklärt Hinsenkamp. Verschleißerkrankungen sind irreversibel, eine Operation ist also mittelfristig unumgänglich. Die Spezialisten versuchen aber die Operation so lange wie möglich hinauszuzögern - schließlich haben auch künstliche Gelenke nur eine begrenzte Lebensdauer.

Grundsätzlich können auch jüngere Menschen vom Gelenkersatz betroffen sein, etwa nach Sportverletzungen. "Die Mehrzahl derer, die bei uns Hilfe suchen, sind aber ältere Patienten", so Hinsenkamp. Er rät Betroffenen, einen erfahrenen Chirurgen aufzusuchen, der vor der Operation eingehend und individuell berät. Das Gütesiegel "Endoprothetik-Zentrum" weist zudem darauf hin, dass die Ärzte bereits eine Vielzahl von operativen Eingriffen vorgenommen haben und dabei eine durchgehend hohe Qualität in der Versorgung mit künstlichen Gelenken vorweisen können.

Quelle: RP
 
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