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Stadt Kempen
Werberingchef ist mit Markt zufrieden

Stadt Kempen: Werberingchef ist mit Markt zufrieden
Erstmals fand der Weihnachtmarkt unter der neuen Beleuchtung in der Kempener Altstadt statt. Vielen Besuchern gefallen die neuen LED-Lichterketten - hier auf der Kuhstraße. Aber es gibt auch kritische Stimmen. Der Werbering will fürs kommende Jahr nachjustieren und die Ausstattung ergänzen. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Armin Horst zieht eine positive Bilanz für den Kempener Weihnachtsmarkt. Es hat von den Besuchern sehr viel Lob gegeben, sagt er. Die kritischen Stimmen nehme man ernst. Erste Gespräche für den Markt 2016 gibt's schon im Januar. Von Silvia Ruf-Stanley

Am Tag nach dem letzten Weihnachtsmarkt-Wochenende ist Armin Horst, Vorsitzender des Kempener Werberings, "durchweg positiv" gestimmt. Selbst wenn das Wetter nicht mitspielte, wie am ersten Advent, sei die Innenstadt voll gewesen. Die Händler seien mit dem Markt zufrieden gewesen, sagte Horst gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post. Und ebenso habe er gerade von auswärtigen Besuchern gehört, dass sie "zu 99 Prozent hoch zufrieden" waren. Da wurde in Gesprächen der Kempener Weihnachtsmarkt in Hinblick auf Schönheit und Angebot sogar in einem Zuge mit den Märkten in Köln oder Düsseldorf genannt, erzählt Horst nicht ohne Stolz.

Armin Horst, Vorsitzender des Werberings, zieht für den Kempener Weihnachtsmarkt eine positive Bilanz. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)

Das Konzept, den Markt nicht nur zentral an einem Platz sondern in der gesamten Altstadt zu veranstalten, habe Besuchern "super gut gefallen", berichtete der Vorsitzende. Das mache auch ein Alleinstellungsmerkmal des Kempener Weihnachtsmarkts gegenüber anderen Märkten aus. Daher kämen viele aus dem Umland, aber auch aus dem Ruhrgebiet. An einigen Tagen gab es sogar Bustouren aus den Niederlanden nach Kempen - etwas, was es sonst nur Richtung Düsseldorf und Köln gibt. Nicht dass Armin Horst Kempen mit diesen Städten vergleichen will, aber es freut ihn doch.

Nachdem es vor drei Jahren mit dem Wechsel zur Veranstaltungsagentur "X-Dream" viel Kritik gab, sei man nun auf einem guten Weg, so Horst. Alle Befürchtungen, dass die Besucherzahlen zurückgingen, seien nicht eingetreten. Und "X-Dream" habe sich bis jetzt kooperativ gezeigt. Der Kempener selbst sei immer kritischer, meinte Horst. Aber jede kritische Stimme werde vom Werbering ernst genommen. "Nach dem Weihnachtsmarkt ist immer vor dem nächsten Markt", sagte er. So gibt es im Januar noch einmal Gespräche zur Analyse. Fest steht schon jetzt, dass es im kommenden Jahr rund 20 Anbieter weniger geben wird. Diejenigen, die sich weder vom Angebot noch von der Dekoration ihrer Stände an die Vorgaben hielten, werden ausgeschlossen. "Besser Qualität als Quantität" lautet hier das Motto.

Die immer wiederkehrende Frage nach der großen Bühne auf dem Buttermarkt kennt Horst natürlich auch. Aber insgesamt ist die Resonanz auf die kleine Bühne am Martinsdenkmal gut. Weihnachtlicher, gemütlicher findet nicht nur Horst sie. Zumal das Programm in diesem Jahr von "X-Dream" weihnachtlich angemessen gestaltet wurde. Sehr gut ist bei den Kempenern das "Anglühen" am Donnerstag angekommen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich hier gemütlich zum Klönen auf dem Buttermarkt zu treffen. Also wird es dies auch in den nächsten Jahren geben.

Insgesamt ist Horst mit dem Veranstalter "X-Dream" zufrieden: "Er hat gezeigt, dass er es kann". Der Werbering werde jedoch alle Planungen immer eng begleiten, zumal "X-Dream" in den kommenden zwei Jahren alle Märkte in Kempen betreut. Dazu gehört auch, dass die Händlerriege von Fest zu Fest unterschiedlich sein soll. Horst ist schon gespannt, welche Highlights es beim Altstadtfest im Mai geben wird. Und er macht auch klar, dass, sollte die Zusammenarbeit mit "X-Dream" nicht gut klappen, der Werbering sich im Zweifelsfall einen neuen Anbieter sucht.

Die Klagen mancher Einzelhändler über ein schlechtes Weihnachtsgeschäft versteht er zwar, aber Armin Horst sieht hier eher eine Verlagerung. Wenn jemand 150 Euro für eine dicke Jacke eingeplant habe, die er aber wegen des warmen Wetters nicht brauche, lasse er sein Geld vielleicht in mehreren anderen Kempener Geschäften. Inwieweit das Kaufen im Internet den Handel vor Ort beeinträchtige, könne man nicht genau feststellen. Sicherlich sei es für manchen einfacher, ein Markenprodukt im Internet zu bestellen. Aber dann fehle doch das, was so viele am Weihnachtsmarktbesuch schätzten: Dass dies ein Event sei, das einfach Freude mache.

Quelle: RP
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