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Stadt Kempen
Windfang am Museumseingang: Test entfällt

Stadt Kempen. Viele Kempener glaubten anfangs an einen Schildbürgerstreich. Die Tatsache, dass die automatischen Türen am neuen Eingang zum Kulturforum Franziskanerkloster bei starkem Wind ihren Dienst quittierten, konnten technische Laien kaum verstehen. Von Andreas Reiners

Die Architekten, die damals den modernen Eingang mit viel Glas und Edelstahl planten, hatten nicht bedacht, dass zwischen Klostermauer und gegenüber liegendem neuen Klosterhof-Gebäude eine Schneise entstanden war, in der sich der Wind zuweilen mit geballter Kraft verfing.

Seit Monaten wird nun schon über eine Lösung des Windproblems diskutiert. Ein vom städtischen Hochbauamt eingeschaltetes Fachingenieurbüro hatte die Aufstellung einer Wand aus Glas als Windabweiser empfohlen. Die Stadt zog in Erwägung, einen Test mit einer provisorischen Wand zu machen. Der wurde mehrfach im zuständigen Bauausschuss vom Hochbauamtsleiter Christian von Oppenkowski angekündigt, doch nichts tat sich.

Der Test hat auch nach Monaten nicht stattgefunden. Es wird ihn auch demnächst nicht geben. Der Versuch ist nämlich verwaltungsintern vom Tisch. Für die Sitzung des Bauausschusses am kommenden Dienstag, 15. November (ab 18 Uhr im Rathaus am Buttermarkt), ist die Windproblematik am Museumseingang mal wieder auf der Tagesordnung. Und die Bauverwaltung stellt eine praktikable Lösung vor.

Die Stadt hat alles statisch durchrechnen lassen. Danach ist es erforderlich, einen Teil der Unterkonstruktion für einen solchen Windabweiser unter die Platzfläche am Eingang zu verlegen. Dabei ist unter anderem ein Lüftungsschacht der unter dem Areal liegenden Klosterhof-Tiefgarage zu berücksichtigen.

Und weil ein Test mit einem Provisorium auch nur funktionieren könnte, wenn man das Testobjekt entsprechend im Boden verankert, will das Hochbauamt nun direkt an die Planung eines Windabweisers gehen und auf den Test verzichten. Das ist nachvollziehbar und macht Sinn. Wann das Problem tatsächlich aus der Welt geschafft wird, ist indes nach wie vor offen.

Quelle: RP
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