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Stadt Kempen
Workshop für Postgelände gestartet

Stadt Kempen: Workshop für Postgelände gestartet
Im Juni 1978 wurde das alte Postgebäude am Spülwall abgerissen. Das Jugendstilgebäude lag zwischen Moorenring und Spülwall, mit der Frontfassade parallel zur Thomasstraße. Es war im Jahre 1899 noch zu Kaiser Wilhelms Zeiten errichtet worden. Gegenüber, auf der anderen Seite des Moorenrings, entstand Ende der 1970er-Jahre für drei Millionen Mark ein Neubau, den viele Kempener auf Anhieb "Postkasten" nannten. FOTO: Nachlass Walter Schenk
Stadt Kempen. Vor zwei Wochen gab es einen städtebaulichen Workshop zum geplanten Neubau an der Ecke Thomasstraße/Moorenring. Hier möchte ein Investor einen Neubaukomplex errichten. Er arbeitet mit der Stadt zusammen. Von Andreas Reiners

Ein gutes Beispiel kann in Kempen durchaus Schule machen. Was an der westlichen Ellenstraße aus Sicht von Stadt und Bauherrn mit Erfolg praktiziert worden ist, wird jetzt auch auf einem besonders prägnanten Grundstück am Rande der Kempener Altstadt umgesetzt. Vor zwei Wochen fand ein erster Workshop statt, bei dem der Investor gemeinsam mit seinem Architekten für das Gelände, auf dem sich das Kempener Postamt befindet, einen Vorentwurf für einen geplanten Neubau vorgestellt hat. Vertreten bei dem Workshop waren neben Investor und Architekt Vertreter der Stadt, der Denkmalbehörde und der Kempener Politik. Moderiert wurde das Treffen von Prof. Kunibert Wachten vom Planungsbüro Scheuvens + Wachten aus Dortmund. Wachten, ein alt-bekannter Stadtplaner in Kempen, hatte bereits das städtebauliche Verfahren an der Ellenstraße managt.

Über die Ergebnisse des Workshops in Sachen Postgelände will Wachten in der Sitzung des Denkmalausschusses am kommenden Montag, 14. November (ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses am Buttermarkt), berichten. Dann soll über das Projekt beraten werden. Eventuell gibt es dann auch schon grünes Licht für das Bauvorhaben. Alternativ wäre eine Überarbeitung der Pläne und erneute Beratung im Fachausschuss erforderlich.

Auf dem Grundstück, auf dem sich die Kempener Post befindet, soll ein Neubau entstehen. Stadt und Investor arbeiten hier zusammen. FOTO: Kaiser

Investor ist das Grefrather Immobilienunternehmen Fabri & Reuter, das auch eine Filiale an der Burgstraße in Kempen hat. Die Post nutzt schon seit Längerem nicht mehr alle Räume, zudem läuft der Mietvertrag bald ab. Der Investor plant einen Neubaukomplex, in den später die Post als Mieter wieder einziehen könnte.

Angesichts der städtebaulich sensiblen Lage schräg gegenüber der Kempener Burg hatte die Stadt für das Areal das an der Ellenstraße praktizierte Workshopverfahren gewählt. Stadt und Investor wollen das Verfahren in diesem Jahr abschließen. Ob mit dem Neubau schon im kommenden Jahr begonnen werden kann, hängt auch davon ab, wie die Planungen der Großbaustelle für das neue unterirdische Regenrückhaltebecken am Viehmarkt laufen.

Quelle: RP
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