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Stadt Kempen
Zwei exquisite Orgeln gekonnt zum Klingen bringen

Stadt Kempen. Das Programm 2015/2016 der Kempener Orgelkonzerte beginnt am 4. September mit Peter Westerbrink aus Groningen.

Am 4. September startet die Reihe "Kempener Orgel-Konzerte in Paters- und Propsteikirche" in die neue Saison 2015/2016. Was im Auftritt so bescheiden daherkommt, versteckt ein wenig das leuchtende Juwel: zwei exquisite Orgeln, die von Könnern zum Klingen gebracht werden. Viele erachten Orgel für altbacken und nichtzeitgemäß. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die Reihe verdient eine größere Beachtung, als die jeweils 40 bis 100 Konzertbesucher in 2014/15 bedeuten.

Ute Gremmel-Geuchen und Walter Damm haben wieder ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, die Organisten der Region, aus den Niederlanden und sogar aus den USA nach Kempen einladen. Die Niederlande sind in Europa das Land mit der höchsten Dichte historischer Orgeln - entsprechend zahlreich sind dort dann auch hervorragende Interpreten.

Ein Experte für nordeuropäische Orgelmusik ist der Niederländer Peter Westerbrink aus Groningen. Mit Werken von Matthias Weckman, Heinrich Scheidemann, Franz Tunder und Georg Böhm, dem Lehrer Bachs, spielt er Werke des 17. Jahrhunderts, gefolgt von Werken Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach - natürlich an der barocken Orgel der Paterskirche. Seine Heimatorgel ist eine Arp-Schnitger-Orgel von 1696. Westerbrink war Aufnahmeleiter für Orgelkonzerte im niederländischen Rundfunk. Als Berater ist er an der Rekonstruktion der Transeptorgel aus dem 17. Jahrhundert in der Aa-Kerk in Groningen und der Wiederaufstellung der Orgel aus dem 16. Jahrhundert in der Kirche Scheemda.

Weiter geht es am 30. Oktober mit einem Konzert zum Hochfest Allerheiligen in der Propsteikirche. Elmar Lehnen, Organist in Kevelaer, spielt zusammen mit Hansjörg Fink, Posaune, ein Requiem. Zum zweiten Advent spielt Ute Gremmel-Geuchen "ihre" Orgel an der Paterskirche und hat dazu Aura Sonans, die Schola der Maxkirche Düsseldorf, eingeladen. Die Düsseldorfer Frauenschola wurde 2010 von der Sopranistin Stefanie Brijoux ins Leben gerufen. Die Spezialistin für Musik des Mittelalters hat gregorianische Gesänge und Psalmen einstudiert. Am Silvesterabend um 21.30 Uhr stellt sich der neue Kantor der Propsteikirche, Christian Gösse, vor. Der gebürtige Kempener spielt Werke von Bach und Reger und improvisiert. Im Jahr 2016 geht es am 28. Januar in der Paterskirche weiter. Jos van der Kooy aus Haarlem interpretiert Werke von Sweelinck, Couperin und Bach. Am 18. März folgt der Berliner Andreas Sieling, der eine CD an der italienischen Orgel des Berliner Doms einspielte. In der Propsteikirche spielt er Werke von Bach und Reger - zum 100. Todestag.

Am 1. Juni kommt der Maastrichter Organist Marcel Verheggen nach Kempen und bringt Noten von Boely und Bach mit. Den Abschluss der Orgelreihe macht Wolfgang Rübsam am 4. Juli. Der in den USA lebende Organist aus Fulda wird Werke von Bach spielen.

Die Konzerte in der Paterskirche werden per Kamera und Beamer auf eine Leinwand im Kirchenschiff übertragen, so dass das Publikum auch sehen kann, wie der Organist am Spieltisch agiert. Die Konzerte in der Paterskirche kosten 10,50 Euro (reduziert 5) Eintritt, bei den Konzerten in der Propsteikirche wird in der Pause eine Spende in gleicher Höhe erbeten.

(hb)
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