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Stadt Kempen
Zwischen Bangen und Hoffen

Die Enttäuschung stand Peter Kunz und Bernhard Burchardt ins Gesicht geschrieben. "Das müssen wir erst mal sacken lassen." Die beiden Vorstandsmitglieder des Zechenfördervereins waren angesichts der Neuigkeiten, die Kempens Technischer Beigeordneter Stephan Kahl vom Gespräch mit der RAG-Immobilientochter mitgebracht hatte, doch sehr enttäuscht. Seit Anfang des Jahres bemüht sich der Verein - gemeinsam mit dem Bezirksverband des Naturschutzbundes Nabu - um die Möglichkeit, das abgesperrte Zechengelände und die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu besichtigen. Eine ausführliche Ortsbegehung und Prüfung der Gebäudesubstanz ist aus Sicht von Kunz und Burchardt sowie Nabu-Bezirkschef Reiner H. Rosendahl unerlässlich, um das geplante Konzept für ein Naturschutzzentrum mit kleinem Gewerbegebiet als neue Nutzung auf dem Wartsberg entwickeln zu können.

"Wir treten derzeit total auf der Stelle", sagten Kunz und Burchardt am späten Montagabend im Gespräch mit der Rheinischen Post. Es ist für sie unverständlich, dass die RAG ihnen den Zutritt aufs Gelände trotz mehrfacher Anfragen verweigert. Eine Ortsbegehung, so wie die RAG sie im Zuge der Markterkundung Interessenten anbieten will, sei ihnen zu wenig. "Wir müssen uns genauer umschauen und alles prüfen können, sonst bleibt unser Konzept Stückwerk." Die von RAG vorgebrachten Sicherheitsbedenken teilen sie nicht. Kunz als ehemaliger Bergmann und Burchardt als früherer Diplom-Ingenieur bei Thyssen-Krupp kennen sich mit Sicherheitsvorschriften nur allzu gut aus. "Die würden wir einhalten", sagen sie.

(rei)
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