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Kevelaer
100 Betriebe beteiligen sich am Hilfetelefon gegen Gewalt

Kevelaer. Gewalt an Frauen ist ein hochaktuelles und brisantes Thema. Das zeigen nicht zuletzt die Zahlen der Opfer. Jede dritte Frau in Deutschland und in Europa ist von Gewalt betroffen, doch es bedarf häufig sehr großer Überwindung, sich an eine Unterstützungseinrichtung zu wenden. Gewalt ist ein Tabuthema. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene eine Anlaufstelle haben, der sie sich anvertrauen können. Die Aktion "Du bist nicht allein", Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, soll gewaltbetroffene Frauen ermutigen, sich vertrauensvoll an das Hilfetelefon zu wenden. Seit 2013 gibt es das Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen - unter der Rufnummer 08000/116 016. Hier erhalten betroffene Frauen eine kostenlose, anonyme Beratung und Hilfe zu allen Formen von Gewalt: Häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt, Menschenhandel, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, Mobbing. Die Beratung erfolgt in 15 Sprachen. Im Zeichen "Du bist nicht allein"- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, haben sich bundesweit Städte, Gemeinden und Kommunen engagiert, dieses Angebot bekannt zu machen.

"In vielen Großstädten hat die Durchführung dieser öffentlichen ,Aufkleber-Aktion' großen Anklang gefunden und was dort funktioniert und äußerst wichtig ist, ist bei uns in Goch und Weeze genauso angebracht", so die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Goch und der Gemeinde Weeze, Friederike Küsters und Nicola Roth.

Es ist notwendig, dass die Frauen weiterhin auf den verschiedensten Wegen das Angebot des Hilfetelefons wahrnehmen können. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goch, Friederike Küsters, und die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Weeze, Nicola Roth, baten Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen, die Aktion "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" zu unterstützen und die entsprechenden Aufkleber an der Innentüre der Damentoilette zu befestigen. Warum dort? Dies ist der Ort, wo Frauen in einem geschützten Umfeld die Hilfenummer notieren können.

Die Resonanz ist sehr positiv. Zahlreiche Ansprechpartner brachten diesen Aufkleber umgehend auf der Damentoilette an. Ob in der Gastronomie, Bäckerei, im Einzelhandel, bei Friseuren, bei den Banken, in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbad, Sportplatz, weiterführenden Schulen, Verwaltungen, Stadtwerken, Kommunalbetrieben, Jugendzentren, Kindergärten, der Stadtbücherei, Polizei, Ärzte oder dem Flughafen, hier fand die Aktion Hilfetelefon große Unterstützung. In Goch beteiligen sich derzeit 67 Einrichtungen, Institutionen und Betriebe, in Weeze sind es derzeit 30.

Quelle: RP
 
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