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Kevelaer
Ballons lassen Kevelaer glühen

Nachtglühen beim Ballonfestival 2017 in Kevelaer
Nachtglühen beim Ballonfestival 2017 in Kevelaer FOTO: Evers, Gottfried
Kevelaer. Zum 23. Mal versammelten sich zahlreiche Ballfahrer auf der Wiese "Auf der Hüls", um von dort aus eine Fahrt zu machen. Der Wind sorgte für ein paar Startprobleme. Von Christoph Kellerbach

Am Freitagabend konnten zu Beginn des 23. Heißluft-Ballons-Festivals zwar keine Gefährte starten, doch das hat dem Spaß keinen Abbruch getan. Zahlreiche Familien waren vor Ort, um etwa bei den historischen Schiffsschaukeln, oder gemütlich mit einer frischgebackenen Packung Pocporn die Zeit zu verbringen.

"Die ganze Sache mit dem gemütlichen Beisammensein auf der Ballonwiese, das hat schon Tradition", fand Markus Stade. "Auch wenn nicht immer die Körbe in die Luft gehen, so trifft man doch immer wieder Bekannte und hat einfach eine gute Zeit. Ich denke, dass so das Festival hier einfach bei vielen Kevelaerern zum Jahr einfach dazu gehört."

Ein Highlight, besonders für die jungen Gäste, war der Besuch des Ballon-Experten Jupp Hein aus Meschede. Der war sogar bereits am Mittwoch angereist, um zuvor in einigen Kevelaerer Schulen, Kindergärten und Altenheimen über das Ballonfahren zu erzählen. Am Freitag auf der Wiese "Auf der Hüls" führte er schließlich den kleinen wie auch großen Besuchern eindrucksvoll vor, weshalb man bei zu viel Wind nicht abheben sollte.

Umringt von einer begeisterten Kinderhorde pustete er Luft und danach heißes Gas in seinen "Stiftung Kinderherz"-Ballon. Während dieser jedoch immer größer wurde, schwankte er aber auch immer mehr im unruhigen Abendwind hin und her. Die kleinen Besucher verstanden plötzlich, warum man als Ballonfahrer so extrem auf das Wetter aufpassen muss. "Ich fand es ja am Anfang richtig doof, dass die großen Ballons nicht abgehoben sind", verriet Manuel Fürst (10). "Aber die Sache mit dem Modell hat mir dann gezeigt, dass es sonst einfach zu gefährlich wäre. Es könnte einfach zu viel kaputt gehen."

Zuerst war auch noch nicht sicher, ob man das traditionelle Nachtglühen mit oder ohne die eigentlichen Ballons abhalten konnte, doch zum Glück flaute der Wind immer mehr ab. So begann gegen 22 Uhr bei Einbruch der Nacht schließlich das Spektakel: Mit epischen Orchester-Nummern unterlegt leuchteten zahlreiche Gefährte mit ihren Flammen rhythmisch in die Nacht. "Ich bin jetzt sicher zum fünften Mal hier, aber es ist immer wieder ein tolles Erlebnis", meinte Monika Staapel aus Xanten. "Da lohnt sich jedes Mal das Kommen, denn so etwas sieht man nur selten."

Am Samstag hatten die Ballöner mehr Glück, denn wie geplant konnten gegen 6 Uhr morgens 20 Luftgefährte in den Himmel aufsteigen. Doch die Augenblicke über der Erde waren knapp bemessen, da die Fahrer wegen der Windflaute nach kurzer Zeit wieder landen mussten. Am Nachmittag waren die Böen dann wieder zu stark zum Abheben, während es am Sonntagmorgen erneut gut aussah und sechs Ballons ihre Reise antreten konnten.

Nachdem es sich zuletzt bewährt hatte und gut von den Besuchern aufgenommen wurde, fand am Samstagabend um 20 Uhr das Abendglühen der Modellballons wieder auf dem Roermonder Platz statt.

"Doch leider hatten wir dort schon fast schon mehr Wind als auf der Wiese", erklärte Bernd Pool, Leiter des Stadtmarketings. Obwohl deshalb nur die bloßen Flammen aus den Körben hinaus in den angehenden Nachthimmel zuckten, hatten sich dennoch zahlreiche staunende Besucher versammelt und genossen die atmosphärische Präsentation.

Quelle: RP
 
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