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Kevelaer
50 Jahre Optik Plümpe in Kevelaer

Kevelaer: 50 Jahre Optik Plümpe in Kevelaer
Mit Hilfe neuester Technik wird die bestmögliche Sehhilfe angefertigt. Hier berät Geschäftsführer Marcus Plümpe am Gerät für Videozentrierung. FOTO: J. Ruelfs
Kevelaer. In der Hauptstraße 55 bis 57 hat das Familienunternehmen seinen Sitz. Die Wurzeln der Augenoptik in der Marienstadt reichen bis in das Jahr 1858. Mit innovativer Technik wird heute für optimales Sehen gesorgt. Von Bianca Mokwa

Besser sehen ist seit 50 Jahren das Anliegen von Optik Plümpe in Kevelaer. Vor zwei Jahren ging es für das Familienunternehmen zurück zu den Wurzeln, in die Hauptstraße der Marienstadt. In diesem Jahr werden fünf Jahrzehnte Familientradition gefeiert.

Auf der Hauptstraße 47 startete Augenoptikermeister Gerd Plümpe 1965 mit dem ersten Geschäft unter dem Namen Augenoptik Plümpe. Obwohl, eigentlich reicht die Geschichte noch weiter zurück, in das Jahr 1858. Theodor Bönninghaus, genannt Veumann, bot als erster Brillen in Kevelaer an. Das Geschäft war auch damals schon im Herzen der Marienstadt, auf der Hauptstraße 42. Der Sohn, Theodor Veumann, trat 1895 in die Fußstapfen des Vaters. Der Neffe von Theodor Veumann war kein geringerer als Peter Plümpe, nach dem ein Platz in Kevelaer benannt ist. Peter Plümpe war von 1946 bis 1978 Bürgermeister in Kevelaer. Der Großvater des heutigen Inhabers, Marcus Plümpe, sorgte auch dafür, dass die Optik als Geschäftszweig eigenständig wurde. Bis 1965 waren gutes Sehen und gutes Hören (Hörgeräte) in einem Geschäft zusammengefasst. In der Zeit davor spielten auch Uhren eine Rolle im Geschäft.

Auf der Hauptstraße 47 startete Augenoptikermeister Gerd Plümpe 1965 mit dem ersten Geschäft unter dem Namen Augenoptik Plümpe. Das Foto zeigt das größere Ladenlokal an der Hauptstraße 31. FOTO: Privat

Die Welt der Sehhilfen entwickelte sich aber rasant weiter und die Familie Plümpe ging die Schritte mit. "Kontaktlinsen hatte mein Vater schon 1975 im Angebot. Er war der erste Kontaktlinsenspezialist in Kevelaer", sagt Marcus Plümpe. Aber trotz der kleinen Linsen, die es als Sehhilfe gibt, die Brille bleibt für die Kunden das Nonplusultra. "Je nach Optiker machen Kontaktlinsen nur fünf bis zehn Prozent des Verkaufs aus", sagt der Augenoptikermeister. "Kontaktlinsen sind eine Alternative, für die meisten aber nicht die Hauptlösung." Plümpe und sein Team sehen sich als Berater, die über die verschiedenen Möglichkeiten informieren.

Und die gibt es jede Menge. Denn längst kann der Kunde nicht nur aus verschiedenen Brillenformen auswählen. Er hat auch die Qual der Wahl, was das Material angeht. Soll das Gestell aus Kunststoff sein oder Metall? Extrem leicht sind Brillen aus Titan, extrem im Trend Brillengestelle aus Holz. "Superleicht, schönes Material", nennt Marcus Plümpe die Vorzüge. Aber auch das "Innenleben" der Brille hat sich verändert. "Im Bereich Glastechnologie hat sich sehr, sehr viel getan", sagt der Augenoptikermeister. Bereits vor 50 Jahren gab es die ersten Gleitsichtbrillen. Nicht nur die machen eine bedarfsgerechte Beratung so wichtig. Mit Hilfe neuester Technik wird die bestmögliche Sehhilfe angefertigt. Im Jahr 2012 hielt der Wellenfront-Aberrometer Einzug in das Unternehmen. Damit können Augen präzise vermessen werden. Mit der Video-Brillenglaszentrierung werden zudem Augenabstand, Durchblickshöhe und der Abstand des Brillenglases zu den Augen erfasst. Umgesetzt werden die Daten zu einer fertigen Brillen in der eigenen Meisterwerkstatt. "Je mehr ich an Werten messen kann, desto besser kann ich die Gläser anfertigen", sagt der Augenoptikermeister. Mit dem neuen 3D-Erlebnis-Sehtest werden nicht nur bessere Messergebnisse geliefert, der Test sei auch weniger anstrengend, so Marcus Plümpe. "Die Technik verändert sich. Augenoptik ist ein Berufszweig, der sich stetig weiterentwickelt", berichtet Plümpe aus seiner langen Familientradition.

Angesichts des 50-jährigen Bestehens dürfen sich die Kunden über satte Rabatte freuen. Und mit einer neuen Brille sieht die Welt auch gleich ganz anders aus.

Quelle: RP
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