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Kevelaer
"Achterhoek ist die Bruderschaft"

Kevelaer: "Achterhoek ist die Bruderschaft"
Winnekendonks Ortsvorsteher Hans-Gerd Kronenberg hielt zum Jubiläum im Festzelt eine Rede. Nach dem Festakt wurde bis spät in die Nacht bei Live-Musik gefeiert. FOTO: Gerhard Seybert
Kevelaer. Die St.-Maria-Schützen feierten das 300-jährige Bestehen ihrer Vereinigung. Beim Festakt im Zelt wurde klar, dass die Bruderschaft der elementarste Teil der Achterhoeker Geschichte ist. Volles Programm noch bis zum 9. Mai. Von Christoph Kellerbach

300 Jahre sind schon mal Anlass genug, um auf das eigene Schaffen und Walten zurückzuschauen. Die St.-Maria-Schützenbruderschaft Achterhoek feiert nun gerade kräftig ihr langes Bestehen, blickte aber am Samstagabend während eines Festaktes einmal zurück auf all das, was sie zuvor geschaffen haben. Das Ganze war dabei weniger ein Aufzählen der einzelnen Tätigkeiten, denn längst ist es eigentlich unmöglich geworden, die St.-Maria-Schützenbruderschaft und Achterhoek an sich überhaupt als zwei verschiedene Instanzen zu werten. Achterhoek ist die Schützenbruderschaft und andersherum, denn schließlich "sind wir von der St.-Maria-Schützenbruderschaft ein starkes Team", sagte Willi Gietmann, der Vorsitzende der Bruderschaft. "Wir regeln alles durch die Gemeinschaft."

Beim Festakt im Zelt ließen es sich viele Leute nicht nehmen, noch einmal ausführlich darauf hinzuweisen, dass die St. Maria Schützenbruderschaft einer, wenn nicht sogar der elementarste Teil der Achterhoeker Geschichte ist. Ob es jetzt Ortsvorsteher Hans-Gerd Kronenberg war, der Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix oder Kevelaers Bürgermeister Dr. Axel Stibi: Die Wichtigkeit der Schützenbruderschaft kam immer an erster Stelle.

Besonders schön eingebunden hatte dies Pastor Manfred Babel bei der dem Festakt vorstehenden Dankmesse in der St.-Josef-Kapelle. Babel redete dort nämlich in seiner Predigt von "Jesus, dem guten Hirten", der als freiwilliger Helfer eingreift, wo er nur kann.

Passend dazu war es ohnehin der "Sonntag des guten Hirten", was zusätzlich treffend zum Schützenjubiläum passte. "Denn wie alle gute Hirten, die für andere leben, hat auch die Bruderschaft während der letzten 300 Jahre für die anderen gelebt und war für sie da", erklärte Babel. "Immer wieder waren es die Schützen, die etwas beschützten und sich für etwas eingesetzt haben. So waren auch viele Mitglieder der Bruderschaft für die stetige Verschönerung von Achterhoek verantwortlich."

Dabei erinnerte Babel sogar daran, dass die 1949 eingesegnete Kapelle, in welcher er die Dankmesse hielt, ebenfalls von den Schützen mitgebaut worden war, die dafür sogar ihren alten Tanzboden selbstlos mit verarbeitet hatten. Babel zog als Fazit aus all den Unternehmungen, "wie schön es doch ist, wenn alle für einander einstehen und selber gute Hirten sein dürfen".

Der Festakt im Festzelt wurde schließlich von Böller-Schützen aus Millingen eröffnet, und die Band "Two For You" sorgte noch bis spät in die Nacht für gute Musik. Die Vorstände der Geselligen Vereine und die vielen befreundeten Bruderschaften aus dem Kreis Kevelaer und darüber hinaus gratulierten den St.-Maria-Schützen. Der Festakt selbst war ansonsten nur der Auftakt für ein volles Programm, das sich bis zum Samstag, 9. Mai, erstrecken wird. Feiern, Mundartveranstaltungen und Co. stehen noch an, denn schließlich "pflegt die Bruderschaft hier wie immer die Ideale von Sitte und Heimat", sagte Pastor Babel.

Für Kevelaers Bürgermeister Dr. Axel Stibi ist das 300-jährige Bestehen der St.-Maria-Schützenbruderschaft "ein eindeutiges Zeichen dafür, wie sich Engagement auswirkt. Nach der Erfahrung, die wir in den Ortsteilen gemacht haben, wollen und können wir es uns gar nicht vorstellen wie es ohne die Bruderschaft wäre. Achterhoek kann froh und stolz sein auf seine Schützenbruderschaft, denn sie trägt ihre Gemeinde."

Mehr Informationen zur St.-Maria-Schützenbruderschaft gibt es im Internet unter www.mariabruderschaft-achterhoek.de.

Quelle: RP
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