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Kevelaer
Ausstellung von Ulla Mross in der Kevelaerer Galerie Janssen

Kevelaer. Galerist Heinz Janssen erfüllte der Künstlerin Ulla Mross einen Herzenswunsch. Die in Süddeutschland lebende und schaffende Tochter des Kevelaerer Bildhauers Heinrich Pohlenz kehrt zurück zu den Wurzeln ihrer Kinderzeit. Das Wiedersehen mit der Heimatstadt feiert Ulla Mross in Form einer umfangreichen Einzelausstellung von teils großformatigen Bildern, farbintensiver Malerei, Farbholzschnitten und Grafik.

"Wir haben uns nie ganz aus den Augen verloren", bekannten die ehemaligen Nachbarskinder während der Vernissage. Bei einem dieser Treffen entstand die Idee dazu, die Werke der inzwischen renommierten Künstlerin unter "Begegnung als Lebensthema" vorzustellen. Zum Auftakt interpretierte Kunsthistorikerin Dr. Cora Eggers-Wrublick die thematischen Zusammenhänge. Gleich beim Betreten der Galerie strahlte ihr das Bernsteingold eines großflächigen Bildes entgegen, genauso die wunderbaren Blautöne, so die Kunstexpertin. Natürlich habe sie sich gefragt: Wie kommt das? Die Antwort liege in der Bearbeitung: "Ulla Mross trägt bis zu fünf Holzschichten und Strukturen übereinander auf. Die Farbkompositionen mischt sie nach geheimen Rezepturen. Das Ergebnis wird aber nicht unscharf, wie Sie sehen. So wie im Leben sich frühe Erfahrungen mit späterer Erkenntnis verbinden, wird Unteres wieder frei." Abstrakt finde die Kunsthistorikerin das Thema Begegnungen in verschiedenen Flächen und der Linienführung wieder. Linien, die nicht gerade verlaufen, manchmal als Linienknäuel oder als senkrechte Strichgruppen erscheinen.

"Kandinsky wäre begeistert gewesen. In der Tiefe und Bewegung, dem Verbinden von hellen und dunklen Flächen", schätzte Dr. Eggers-Wrublick die grafisch-dominierte Bildkunst ein. Neben intensiver, geradezu haptischer Malerei auf Leinwand und Holz, meisterhaften Holzschnitten, brilliert die Künstlerin in feinen Kohlezeichnungen. Es entstanden kraftvolle Farbklänge in Mischtechniken mit Öl, Schellack Acryl, auch kombiniert mit Aquatinta in Schwarz- und Goldtönen.

Für Ulla Mross bekam das Motto ihrer Arbeiten noch einer tiefere Bedeutung: "Begegnung in meinen Arbeiten, aber auch eine Begegnung mit meiner vertrauten Heimatstadt, wo ich eine Reihe alter Freundinnen wiedertreffen werde."

Die Ausstellung ist bis Montag, 21. September, in der Galerie Janssen zu sehen. Die Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14.30 bis 18 Uhr, samstags von 10.30 bis 13 Uhr und sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr.

(mk)
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