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Kevelaer
Axel-Stibi-Wahlspot im "Alt Derp" vorgestellt

Kevelaer: Axel-Stibi-Wahlspot im "Alt Derp" vorgestellt
Jürgen Zellmann (l.), Dr. Axel Stibi und Gerhard Seybert (unten) präsentieren den neuen Bürgermeister-Werbespot. FOTO: Markus van Offern
Kevelaer. Erstmals gibt es einen Werbefilm für den wieder kandidierenden Bürgermeister. Statt Phrasen lieber private Seite. Von Christoph Kellerbach

Den Bürgern der Marienstadt wurde in der Gaststätte "Alt Derp" erstmas der Werbespot zu Dr. Axel Stibis erneuter Kandidatur als Bürgermeister vorgeführt. Doch um wieder in das Amt gewählt zu werden, das er seit 2004 bekleidet, hat Stibi mal nicht einen sonst so trockenen, gewöhnlichen Spot abgeliefert. So begann der Spot mit ihm, wie er alleine eine grüne Nebenstraße hinab läuft.

Das wirkte wie ein Niederrhein-Western, bevor es plötzlich privat wurde: Dr. Axel Stibi startete nicht etwa mit politischen Themen, sondern sprach in der ersten Hälfte des insgesamt fünf Minuten und 20 Sekunden langen Spots erst einmal seinen Alltag an. Wie er nach dem Aufstehen erst einmal einen Blick in die Tageszeitung wirft, sich schließlich auf den Weg zu seiner Arbeit macht und wie er abends mit einem guten Buch und einer Schallplatte nach einem langen Tag entspannt. Das Mondäne wurde dabei zu überraschend poppiger Musik mit dem persönlich-intimen Teil seines Tages kombiniert. Zwischendurch gab es immer wieder Impressionen, wie Stibi sich mit Menschen trifft. Auf dem Marktplatz, vor dem Irrland in Twisteden, in Achterhoek oder in der Diskussion mit Landrat Spreen.

Dabei erzählte der Bürgermeister anfangs eher eigene Ansichten als Wahlkampf-Themen. Diese schleichen sich so nach etwa der Hälfte der Laufzeit subtil und gekonnt in den Spot ein, reflektieren aber auch eher den Menschen Stibi, als schlicht leere Worthülsen zu transportieren. So verriet er, "dass kontroverse Auseinandersetzungen zum Alltag des Bürgermeisters gehören" und dass es gerade in der Marienstadt mit ihren starken und meinungsmachenden Bürgern wichtig sei, "die Bürger mitzunehmen". Die rund fünf Minuten Laufzeit des gut geschnittenen und teilweise mit Drohnen- sowie Panorama-Aufnahmen schön bebilderten Spots vergehen wie im Fluge.

"Flyer, Wahlplakate und so weiter hängen ja schon überall", erklärte Gerhard Seybert, der mit seinem Medien- und Presse-Service für die Kamera und Produktion des Kurzfilms verantwortlich war. "Es fehlte eben noch etwas für die internetaffinen Menschen, und dafür wurde dieser Spot gemacht." Filmemacher Jürgen Zellmann, der für die Konzeption und den Schnitt zuständig war, verriet, "dass wir an acht Drehtagen jeweils für zwei bis drei Stunden gedreht haben. Die Produktion begann vor zwei Monaten, und der letzte Drehtag war am 21. August."

Der fünfminütige Einblick in seinen Alltag und in seine politische Orientierung ist seit Freitag in sozialen Netzwerken wie Facebook auf verschiedenen Seiten zu finden. Parallel dazu wurde ein gut 14 Minuten langes Interview online gestellt, das in Teilen bereits im Wahlkampf-Spot verarbeitet wurde, in seiner Gänze aber noch weiter auf verschiedene Themen und Ansichten eingeht.

Was mit am sympathischsten ist an dem Stibi-Video ist das Ende, an dem er nicht direkt auffordert, dass der Zuschauer für ihn stimmen soll, sondern er demokratisch und unaufgeregt darum bittet, am 13. September zur Wahl zu gehen.

Quelle: RP
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