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Kevelaer
B 67 n: Ein Baubeginn ist im Jahr 2018 möglich

Kevelaer. / UEDEM Es ist schon lange ein Wunsch der Kommunen und vieler Unternehmen in der Region: Eine schnelle Verbindung der beiden Autobahnen 3 (rechte Rheinseite) und A 57 (linke Rheinseite). Bisher endet die gut ausgebaute Trasse der B67n in Kalkar-Kehrum. Da müssen die Wagen runter von der Schnellstraße und sich über kleinere Straßen Richtung Uedem und dann zur Autobahnauffahrt Kervenheim quälen. Von Sebastian Latzel

Der CDU-Landtagsabgeordnete Günther Bergmann hatte noch vor kurzem gegenüber der RP darauf verwiesen, wie fahrlässig das Land mit solchen Projekten umgehe. Vieles bleibe einfach liegen, auch weil das Geld fehle. Jetzt hat er sich in einer kleinen Anfrage über den aktuellen Stand der Planungen informieren lassen. Die Antwort aus dem Verkehrsministerium ist eindeutig: "Die Notwendigkeit des Weiterbaus ist unumstritten, weshalb im gültigen Bundesverkehrswegeplan die beiden fehlenden Teilstücke als Maßnahmen mit vordringlichem Bedarf erfasst sind. Die Menschen der Region Unterer Niederrhein / Westmünsterland warten auf den Weiterbau, da dieser für sie und auch für Logistikunternehmen, die am Nato-Standort Tätigen sowie die Zu- und Belieferer der regionalen Wirtschaft wichtig ist", heißt es in dem Schreiben.

Der technische Teil des Vorentwurfs sei abgeschlossen. Im Frühjahr werde es einen abschließenden Termin mit den "Trägern öffentlicher Belange" (etwa Kommunen) geben. Dann erfolge die Beteiligung der Öffentlichkeit. Mit einer Genehmigung (Planfeststellungsbeschluss) rechnet das Ministerium im Jahr 2017. "Der Baubeginn ist zeitlich abhängig vom Verlauf des Verfahrens und möglichen Klagen, sowie der Bereitstellung der Finanzmittel durch den Bund", heißt es.

Bislang war immer von einem Baubeginn im Jahr 2018 die Rede. Das scheint also durchaus realistisch zu sein.

Die Streckenführung sei etwas geändert worden. Die B67n soll zwischen dem Stück von der Boxelter Bahn (L77) bis zur Autobahn nach Westen rücken. Begründet wird das mit "naturschutzfachlichen Gegebenheiten" südlich des Gochfortzberges.

Dass die momentane Strecke bis zur Autobahnauffahrt Kervenheim nicht für die steigende Verkehrsbelastung ausgelegt ist, hatten Experten der Behörde Straßen NRW schon vor einiger Zeit betont. In einer Prognose für das Jahr 2025 ging man davon aus, dass täglich bis zu 17.000 Fahrzeuge die Straße nutzen werden. Auf der Strecke sind auch viele Lastwagen unterwegs. Die neue B67n werde gerade bei den anliegenden Landstraßen für eine erhebliche Entlastung sorgen.

Quelle: RP
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