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Kevelaer
Barrierefrei die Marienstadt erkunden

Kevelaer: Barrierefrei die Marienstadt erkunden
Ein Negativbeispiel für eine nicht vorhandene Barrierefreiheit in der Marienstadt. Der Fußgängerüberweg an der Marktstraße geht ohne ein deutlich zu ertastende Begrenzung direkt in die Fahrbahn über. FOTO: Stadt Kevelaer
Kevelaer. Das Konzept für die Kevelaerer Innenstadt wird im November in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Im Rahmen der Stadtkernerneuerung sollen auch die Interessen von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden.

Das Konzept für eine barrierefreie Innenstadt geht nun in die Endrunde. Der Entwurf wird im November bei einer Bürgerversammlung vorgestellt und diskutiert. Vorher gibt es noch die Gelegenheit, in einer Stadtbegehung unter dem Motto "Den Barrieren auf der Spur" selber einige Hindernisse mit einem Rollstuhl und Simulationsbrillen unter fachkundiger Leitung zu erkunden.

Ziel der Stadtkernerneuerung in Kevelaer ist nicht nur, dass vieles attraktiver und funktioneller wird. Natürlich sollen auch die Interessen der Menschen berücksichtigt werden, die in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind. Dies ergibt sich schon aus den gesetzlichen Anforderungen: Die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen ist zu beseitigen und die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten. Eine besondere Bedeutung hat dieser Anspruch in Kevelaer. Denn viele ältere und eingeschränkte Pilger und Gäste besuchen die Wallfahrtsstadt. Mit dem Fachkonzept "Komfort & Sicherheit für alle" wird nun eine Arbeit im Entwurf vorgelegt, das die Probleme darstellt und zahlreiche Anregungen für Verbesserungen vorschlägt. In die Erarbeitung hat das Planungsbüro Urgatz aus Aachen viele betroffene Bevölkerungsgruppen eingebunden.

Das Konzept liegt nun in der Entwurfsfassung vor. Auch jetzt noch können Anregungen und Hinweise aufgenommen werden. Der Konzeptentwurf wurde auf der Internetseite der Stadtkernerneuerung www.kevelaer-stadtkernerneuerung.de unter der Rubrik "Konzepte" veröffentlicht. Bei Bedarf kann auch ein gedrucktes Exemplar bei der Stadtverwaltung bestellt werden (Franz Heckens, Telefon 02832 122-402).

Am morgigen Freitag, 6. Oktober, bietet die Gutachterin Astrid Urgatz ab 15 Uhr eine Stadtbegehung an, um Barrieren in der Stadt selber zu erfahren. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit mit einem Rollstuhl, mit Simulationsbrille & Langstock oder Gehörschutz beispielhaft am öffentlichen Leben von Kevelaer teilzunehmen.

Begleitet werden sie auf dieser kleinen Tour durch die Stadt von Fachleuten, die auf eine barrierefreie Stadtgestaltung angewiesen sind. Treffpunkt der Teilnehmer und Beginn der Tour ist der Eingang des Rathauses am Peter-Plümpe-Platz.

Am 22. November wird der Entwurf des Fachkonzeptes der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bürgerversammlung findet im Petrus-Canisius-Haus am Luxemburger Platz statt und beginnt um 19 Uhr. Der Stadtentwicklungsausschuss soll das Konzept in seiner Sitzung am 23. November beraten.

Zur Stadtbegehung, der Bürgerversammlung und auch zu der Ausschusssitzung sind alle interessierten Bürger eingeladen.

Quelle: RP
 
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