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Weeze
Beckers mit den meisten Zuckerplaats

Weeze. Wie in jedem Jahr zur Weihnachtszeit führte der "Stammtisch op de Schanz" auch in diesem Jahr sein traditionelles "Zuckerplaats doppeln" durch.

Dieser Brauch steht im engen Zusammenhang mit dem 8. Dezember, Mariä unbefleckte Empfängnis - ein hoher katholischer Feiertag, der von Alters her die Zeit des Backens der Weihnachtsplätzchen einläutet. An diesem Tag wurde bis in die 50er Jahre hinein in Wemb (und anderswo sicher auch) nicht gearbeitet, sondern die Männer trafen sich nach dem morgendlichen Gottesdienst in den Gaststätten, um die begehrten "Zuckerplaats auszudoppeln" (zu deutsch: Zuckerplätzchen auswürfeln). In einigen europäischen Ländern - wie zum Beispiel Österreich - ist der 8. Dezember bis heute ein gesetzlicher Feiertag.

Heute findet das "Zuckerplaats doppeln" am ersten Sonntag nach dem 8. Dezember in Wemb statt. Gewürfelt wird mit drei Würfeln in mehreren Durchgängen. Wer je Durchgang die höchste Zahl wirft, der erhält für diesen Durchgang auch die meisten Zuckerplaats.

Die süßen und sehr zerbrechlichen Plätzchen bestehen aus sehr dünn ausgerolltem Teig, der mit grobem Zucker bestreut ist. Wenn beim Würfeln dreimal die sechs - also 18 - fällt, so wird von dem Betroffenen erwartet, dass er allen anderen Mitspielern eine Runde ausgibt; das galt auch für Robert Beckers - dem "König", der in diesem Jahr die meisten "Zuckerplaats" erwürfelt hatte.

Die Zahl 18 fiel in diesem Jahr gleich mehrfach; die Schadenfreude der nicht betroffenen Stammtischmitglieder gegenüber demjenigen, der die entsprechende Runde jeweils bezahlen musste, war jedes Mal unverkennbar.

Der "Stammtisch op de Schanz" aus Weeze-Wemb zählt aktuell insgesamt elf Mitglieder und trifft sich regelmäßig sonntags "nor de hommes" - nach dem Hauptgottesdienst."

Quelle: RP
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