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Weeze
Besucher genießen die Atmosphäre beim Weinfest in Weeze

Weeze. Dass Petrus Wein mag, scheint seit diesem Wochenende unstrittig zu sein. Denn bei bestem Wetter konnten sich die zahlreichen Besucher die unterschiedlichen Weine der Winzerfamilie Koenen schmecken lassen. Um 18 Uhr sollte es los gehen, doch füllten sich die Bänke und Stühle schon viel früher.

In der alten Schmiede auf der Wasserstraße war die Atmosphäre wunderschön. Kerzen, Weindekoration und Lichterketten mit warmen Lichteffekten sorgten für ein wohliges Gefühl. Unter großen Schirmen wurde geredet, getrunken und gelacht. Als der "Männergesangsverein 1913 Weeze" Lieder rund um das Thema "Wein und Trinken" sang, wurde sogar geschunkelt. Von außen schien es, als würde hier eine ganze Großfamilie feiern. Was nicht weiter verwunderlich ist, denn die Winzer aus Minheim an der Mosel haben hier in Weeze eine Menge Kunden und auch Freunde gewonnen. Einmal im Jahr fahren sie die 300 Kilometer an den Niederrhein, um ein Fest zu feiern.

Gemeinsam mit dem Verein "Weeze denk mal Kultur" und dem "Heimat- und Verkehrsverein" stellen sie das Fest auf die Beine. Auch der Männergesangsverein ist seit fast neun Jahren dabei. Hier merkte man, dass es sich um ein eingespieltes Team handelt. Jeder Handgriff saß; ob für die Häppchen, bestehend aus Trauben, Käse und Schmalzbrote, oder ob es darum ging fast im Akkord die Weinflaschen zu entkorken. Und von denen wurde an diesem Abend reichlich "geköpft". Die Auswahl war beachtlich. Es gab Rivaner, Weißburgunder, Riesling, Dornfelder, Rosewein aber auch Traubensäfte. Der Rebensaft floss wie in guten alten Zeiten. Denn schon im Mittelalter gab es hier im alten Kloster Marien Wasser ein Weinanbaugebiet. Die Mönche hatten extra schieferhaltigen Boden antransportiert, um den guten Tropfen gedeihen zu lassen. Wer trinkt denn an diesem Abend gerne welchen Wein? Johannes Masseling, der Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins, trinkt am liebsten Rivaner trocken. Karl Rütten, Vorstandsvorsitzender vom Verein "Weeze denk mal Kultur", bevorzugt einen Riesling Spätlese halbtrocken. Je später der Abend, um so prominenter die Gäste. Bürgermeister Ulrich Francken ließ es sich nicht nehmen, mit seiner Frau auf ein Gläschen Wein vorbei zu schauen. Er verrät uns, dass er im Sommer gerne einen Rosé halbtrocken trinkt.

Was hier vor neun Jahren begann, hat sich zu einem festen Punkt im Veranstaltungskalender entwickelt.

(sina)
 
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