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Kevelaer
Caritas verdreifacht Personal für Flüchtlinge

Kevelaer. Das Thema Flüchtlinge stand bei der Delegiertenversammlung des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer im Mittelpunkt. Vor den knapp 50 Delegierten aus allen katholischen Kirchengemeinden im südlichen Kreis sprach Gerrit Hermans vom Migrationsdienst von der Grundhaltung, mit der sich die Caritas für zugewanderte Menschen einsetze: "Die Solidarität mit Fremden und Begegnung mit anderen Kulturen ist für uns ein Kernbestandteil der christlichen Identität."

Zwar engagiert sich die Caritas mit ihrem Fachdienst für Integration und Migration schon seit vielen Jahren in diesem Bereich, hat aber angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation ihre personellen Ressourcen dafür seit Jahresbeginn verdreifacht. Neben den herkömmlichen Aufgaben des Fachdienstes - Beratung und Unterstützung im Einzelfall, Förderung und Koordination von ehrenamtlichem Engagement, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit - ist die Caritas nun auch in den Flüchtlingsunterkünften in Stenden, Straelen, Herongen und Geldern tätig. Es gelte, eine gemeinsame Strategie in den Kommunen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zu erarbeiten, hieß es. Darüber hinaus werde es eine Herausforderung sein, weitere Angebote in den Bereichen Bildung, Wohnen und Arbeit umzusetzen. Zuvor hatten die Caritas-Vorstände Andreas Becker und Karl Döring den Delegierten einen Überblick über fachliche und wirtschaftliche Entwicklungen im Verband gegeben. Becker hob das Engagement der Beschäftigten hervor: "Viele Mitarbeiter haben sich in den vergangenen Wochen deutlich über das normale Maß hinaus eingesetzt. Dafür gilt ihnen unsere Anerkennung und unser Dank." Diesem Dank schloss sich Ulrich Wolken, Vorsitzender des Caritasrates an: "Ich danke allen, dass sie sich auch in turbulenten Zeiten für die Caritas eingesetzt haben. Sie alle waren und sind gute Botschafter des katholischen caritativen Auftrages. In diesen Dank schließe ich bewusst auch die vielen Ehrenamtlichen mit ein."

Wolken dankte Cyndia Heykamps, die bisher im Caritasrat war und aus beruflichen Gründen nicht erneut kandidierte. Für sie wählten die Delegierten Klaus Tissen aus Winnekendonk neu. Er wurde, so wie Ulrich Wolken und Helmut Saers, einstimmig gewählt. Sie bilden nun mit Ursula Maghs, Andrea Scholten und Friedhelm Appel das Aufsichtsgremium des Verbandes.

Quelle: RP
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