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Kevelaer
Das Leuchten der Himmelsriesen

Kevelaer. Am Wochenende trafen sich wieder Ballon-Fahrer aus ganz Deutschland in der Marienstadt. Am Freitagabend lief dank des guten Wetters alles wie geplant, während am Samstag und Sonntag alle Starts abgesagt werden mussten. Von Christoph Kellerbach

So trüb wie es im vergangenen Jahr aussah, so perfekt war das Wetter dieses Mal für das bereits 21. Ballon-Festival in der Marienstadt. Zumindest am Anfang. Dabei hatte das örtliche Stadtmarketing zusammen mit dem Mitorganisator Michael Krämer und unterstützt von der Volksbank an der Niers wieder drei faszinierende Tage rund um Himmelstürmer und Wolkenreiter geplant.

Wie immer begann das Festival gegen 19 Uhr bei der Wiese am Hülspark, wo sich bereits am ersten Abend viele Hunderte Besucher versammelt hatten, um die ersten Ballons bei ihrer Abfahrt zu bestaunen. Es gab sogar erstmals ein Luftschiff zu sehen. Geführt wurde es von Helmut Seitz aus Stuttgart und war stattliche 41 Meter lang. Am Samstag konnte mit der "WarsteinAir" sogar ein zweites Luftschiff bewundert werden.

Das absolute Highlight des Auftakttages war natürlich das imposante Nachtglühen. Viele der Passagier- und Miniatur-Ballons richteten ihre Flammen in Richtung Himmel und sorgten für "Flair ohne Ende", wie Besucherin Brigitte Ferschke fand. "Das hier ist einfach nur ein richtig schönes Event und echt etwas Besonderes."

Neben den rhythmisch in den dunklen Horizont auflodernden Feuerstößen sorgte eine noch ziemlich junge Band für den richtigen Ton bei dieser Ehrfurcht gebietenden Veranstaltung: "Die Söllers". Die normal sechs-, aber am Freitagabend nur vierköpfige Kevelaerer Band besteht seit 2011, und ihre Mitglieder sind alle zwischen 14 und 22 Jahren jung. An diesem Abend spielte die Gruppe rund um Sängerin und Frontfrau Marie Weber Cover-Songs, die sich von den 80ern bis in die aktuellen Charts erstreckten. Auf ihre ganz eigene, noch ein wenig ungeschliffene, aber sich dafür umso echter und mitreißender anfühlende Klangweise spielten die vier Kevelaerer am Freitagabend ganze vier Sets mit jeweils rund sechs bis sieben Songs.

Für ihren ersten großen Auftritt wollten die Musiker "vor allem für gute Laune und eine schöne Stimmung sorgen", so Marie Weber. Und das haben sie mit ihrem gut durchgeführten Auftritt auch vollends erreicht. Überhaupt war der gesamte Auftakt des Ballon-Festivals "einfach nur traumhaft", fand Zuschauerin Raphaele Görres, die selbst schon einmal in einem Korb die Lüfte besucht hat und findet, "dass man so etwas einmal im Leben gemacht haben muss".

Am Freitagabend konnten die Besucher vor Ort in einen aufgehängten Korb von Berwanger steigen, der an einem Kran der Firma Boll bis auf eine Höhe von etwa 50 Metern hochgezogen wurde. So konnten die Gäste die Aussicht genießen, denn diese war am gesamten Wochenende dank des relativ wolkenlosen Wetters ziemlich fantastisch.

Nicht fantastisch waren allerdings die Wind-Verhältnisse, weswegen es am Samstag leider für einige ein bitteres Erwachen gab. So durften nämlich am zweiten Tag des Festivals keinerlei Ballons starten, und auch das Luftschiff "WarsteinAir" musste auf dem Boden bleiben. Das erstmalige Abendglühen der Modell-Ballons auf dem Roermonder Platz fand allerdings trotz des sehr starken Windes gut besucht statt.

Einen weiteren Dämpfer gab es abschließend für das Sonntags-Programm, denn aufgrund des angekündigten Regens starteten auch am letzten Tag des Ballöner-Großereignisses keine Himmelstürmer.

Quelle: RP
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