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Kevelaer
Der Kerpenkate-Fonds wird zur Stiftung

Kevelaer. Die Urkunde ist da, jetzt geht es an die Geschäftsordnung.

Der Kerpenkate-Fonds besteht seit dem Anfang der 90er Jahre. Damals wurde von den Familien Wolters und Gilles ein Vertrag vereinbart, der darauf basiert, dass 80.000 Quadratmeter an Grundstücken an die Stadt übertragen werden und das daraus resultierende Geld in einen Fonds eingezahlt wird.

"Doch nun erfolgt die Umwandlung des Fonds' in eine Stiftung, um diese als etwas komplett von der Stadt Unabhängiges zu kennzeichnen", erklärte Karl Aengenheyster aus dem Vorstand. "So komplett gelöst von der Stadt gibt es auch einfachere Förderungsmöglichkeiten."

Und der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler fügte während des Pressegesprächs im Rathaus hinzu, "dass die Sponsoren nun nicht mehr die Last haben, das Geld quasi auf ein Stadtkonto einzuzahlen". Denn bei vielen Leuten bestehe die Sorge, "dass, wann immer es 'Stadt' heißt, diese die Spenden dann auch sofort vereinnahmen würde", ergänzte Aengenheyster die Ausführungen.

Die Anerkennungsurkunde zur Stiftung wurde am 23. Dezember 2015 ausgestellt. In der vergangenen Woche war die erste konstituierende Sitzung, und jetzt ist man laut Aengenheyster dabei, eine Geschäftsordnung aufzustellen. "Wir beschäftigen uns zunächst mit organisatorischen Sachen, danach kommen die öffentlichen." Aengenheyster führte weiter aus, "dass so alles erhalten bleibt, was wir auch bisher beim Fonds gefördert haben. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen". Ob es jetzt etwa die die Hochbegabtenförderung oder auch die Unterstützung jugendlicher alleinstehender Mütter und Schwerstbehinderter im Stadtgebiet Kevelaer ist. Dabei helfen Experten des Jugendamtes und verschiedene Fachleute im Bereich der Künste, um die optimalen Kandidaten auszuwählen. "Der überwiegende Teil der Erträge, die wir ausschütten, gehen in diese Bereiche", so Aengenheyster. "Das sind insgesamt gut 30.000 bis eher 40.000 Euro im Jahr."

(cnk)
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