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Kevelaer
Der Vergleich: Parookaville und Haldern

Kevelaer: Der Vergleich: Parookaville und Haldern
Die Auftritte der Bands beim Haldern-Festival sind immer für ganz besondere Momente gut. FOTO: Endermann
Kevelaer. Sie sind von den Dimensionen und der Musikrichtung völlig unterschiedlich. Doch Parookaville und Haldern Pop haben eins gemeinsam. Sie sind die zwei Festivals aus dem Kreis Kleve, die internationale Bedeutung haben und die Region weltweit bekannt machen. Vorm Start des Haldern Pop macht die RP den Festival-Vergleich.

Die Geschichte

Parookaville ist jung. Das Festival fand 2016 erst zum zweiten Mal statt. Ziel ist, das Open Air zu einer festen Einrichtung in Weeze zu machen. Für viele ist Parookaville inzwischen so etwas wie das deutsche Tomorrowland.

Als Haldern gegründet wurde, waren die meisten der Parookaville-Besucher vermutlich noch gar nicht geboren. 1984 ging es auf dem Reitplatz los. Inzwischen hat sich Haldern Pop zur echten Marke entwickelt.

Die Besucherzahl

Die Tickets im ersten Jahr waren sofort weg: 25.000 Besucher kamen, in diesem Jahr wurde die Kapazität verdoppelt. Auch da waren die Karten sofort vergriffen. 50.000 Fans feierten. Für 2017 ist eine weitere Ausweitung im Gespräch.

Die Besucherzahl ist seit Jahrzehnten relativ konstant: 5000 Fans kommen zum Reitplatz. Nachdem früher auch um die Zuschauer gekämpft werden musste, ist Haldern mittlerweile etabliert. Das Festival ist immer ausverkauft. Trotzdem wollen die Organisatoren auf keinen Fall die Kapazität ausweiten, um das Flair zu erhalten.

Das Motto

Liebe, Wahnsinn, Glückseligkeit lautet das Motto. Drei Tage lang wird das Event-Gelände am Airport zu Parookaville. Eine eigene Stadt mit eigenen Gesetzen, Kirche, Supermarkt und fiktivem Bürgermeister. Danach ist Schluss, bis Parookaville wiederkommt.

Haldern Pop ist längst nicht mehr nur das Festival. Das Team hat ein eigenes Label gegründet, mit der Haldern Pop Bar eine Kneipe übernommen, in der das ganz Jahr über Konzerte stattfinden. "Popmusik hat ein Zuhause." Haldern nämlich.

Die Macher

Drei Jungs aus Weeze stehen hinter Parookaville. Das Team hat hier seinen Traum von einem Festival für die Gemeinde erfüllt. Dem Trio ist es gelungen, die Stars weit raus auf das Land zu holen. Viele im Ort packen an, vom Fußballverein über den Bäcker bis zum Schreiner.

Die Messdiener hatten einst die Idee, ein paar Boxen auf dem Reitplatz aufzustellen. Später kamen Bands dazu. Das ganze entwickelte sich. Das ganze Dorf macht irgendwie mit. Schmiert Brote für die Bands oder regelt den Verkehr am Campingplatz.

Die Künstler

Zu Gast sind die absoluten Stars der Electro Dance Szene: Felix Jaehn, Tiesto oder Steve Aoki haben schon bei Parookaville gespielt. Aber es gibt auch Platz für Newcomer: So traten auch Lost Identity aus Geldern auf.

Indiepop-Festival heißt es oft über Haldern, was nicht stimmt. Das zeigt schon, dass auch Künstler wie Jan Delay oder Wir sind Helden auftraten, die nicht in die Schublade passen. Viele, die später groß wurden, haben in Haldern gespielt wie Muse, Keane oder Kings of Leon. Andere kommen immer mal wieder gerne zurück wie Patti Smith.

 

Quelle: RP
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