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Kevelaer
Die Achterhoeker hoffen auf Gold

Kevelaer: Die Achterhoeker hoffen auf Gold
Warmer Empfang: Die Bewertungskommission trifft ein und wird von Bürgermeister Axel Stibi (2. v. r.) und Landrat Wolfgang Spreen (1. v. r.) begrüßt. Anderthalb Stunden hatte die Kommission Zeit, sich ein Bild vom Dorfleben zu verschaffen. FOTO: Gerhard Seybert
Kevelaer. Gestern war die Bewertungskommission für den Landesentscheid zu "Unser Dorf hat Zukunft" unterwegs. Die Achterhoeker präsentierten ihren neuen Dorfplatz und bewiesen ein gutes Zusammenspiel zwischen Jung und Alt. Von Bianca Mokwa

Der neue Dorfplatz, ein neuer Verein, eine frisch gestrichene Kirche, eine Bücherzelle, und die Achterhoeker haben sogar noch jede Menge Pfunde mehr, mit denen sie wuchern können. Gestern verschaffte sich die Bewertungskommission des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" einen Überblick darüber, was sich alles seit ihrem vergangenen Besuch vor drei Jahren getan hat.

Nicht nur Willi Gietmann, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft Achterhoek und seit 25 Jahren Vorsitzender der St.-Maria-Bruderschaft, erwartete die Besucher aufgeregt optimistisch. Als die Jury im Bus anrollte, stand bereits das Empfangskomitee aus Schützen, Feuerwehrmännern und vielen anderen engagierten Bürgern parat. Das Herzlich-Willkommen-Banner wurde mit Manneskraft zur Straße bewegt, und vom Feuerwehrauto tönte die Sirene.

Anderthalb Stunden hatte die elfköpfige Kommission unter der Geschäftsführung von Annegret Dedden und Dr. Anke Schirocki Zeit, sich ein Bild vom Dorfleben zu verschaffen. Landrat Wolfgang Spreen nannte noch einmal den tieferen Sinn des Wettbewerbs: "Heute verantwortlich handeln und die Zukunft konsequent gestalten." Ein paar Worte "in aller Kürze, aber aus tiefsten Herzen" gab es auch von Bürgermeister Axel Stibi. Er halte die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb in der heutigen Zeit nicht für selbstverständlich. Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg lobte, dass die Achterhoeker nach ihren letzten Erfolgen im Wettbewerb nicht die Hände in den Schoß gelegt haben.

Davon konnte sich die Kommission nach einer kurzen Vorstellung aller sieben Vereine selbst überzeugen. Es ging danach nämlich zu Achterhoeks "neuer Mitte", wie Gietmann nicht ohne Stolz sagte. In aller Seelenruhe spielten im Hintergrund ein paar Dorfbewohner Boule, während die Jurymitglieder auf Vorher-Nachher-Bildern die Entwicklung des Dorfplatzes bewunderten. Vorher erzählte Christian Sasse, Teamleiter der Familienwohngruppe im Ort, wie wichtig die Vereine sind, um "Heimat zu finden". Mit 200 Mitgliedern in zwei Jahren sorgte der Verein Natur und Kultur in Achterhoek für anerkennendes Kopfnicken. An der frisch gestrichenen St.-Josefskapelle warfen sich Jung und Alt die Bälle zu. Josef Maaßen erklärte die Bedeutung der Kapelle fürs Dorf, betonte aber auch, wie wichtig und hilfreich die Jugend ist und wie stolz man auf die Leistungen der Landjugend sei. In einer 72-Stunden-Aktion legte sie ein neues Pflaster. Kaum ausgesprochen, wartete schon der Bus. Nächste Stationen waren etwa die Kunstschmiede Schelbergen, der Möllenhof und die Mühle. Im Kreis Kleve besucht die Landeskommission neben Achterhoek noch Mehr, Uedemerbruch und Grieth.

Am Tag der Kommunalwahl, am 13. September, wird das Ergebnis der Kommission in Bad Sassendorf verkündet. Mit einer Goldplatzierung könnte Achterhoek beim Bundeswettbewerb teilnehmen.

Quelle: RP
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