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Kevelaer
Die Kevelaerer haben viele Wünsche für ihre Innenstadt

Kevelaer. Rund 60 Teilnehmer lockte eine Bürgerversammlung eine Woche vor der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ins Bühnenhaus. Die Fachleute wollten erfahren, wie die Bürger zu den geplanten Modernisierungen des Mechelner Platzes und der Hauptstraße stehen. Umfangreich waren die Ausführungen von Helmut Hardt, dem Geschäftsführer der mit der Umgestaltung betrauten "Stadtumbau Ingenieursgesellschaft". In zwei Etappen wurden die Themen behandelt und im Gespräch vertieft.

Der Mechelner Platz wird nach einem Trichtermodell modernisiert, um den Museumsvorplatz sowie den Spielbereich samt Grünflächen zu erneuern. Je nach Variante beträgt die Kostenberechnung 275.000 bis 320.000 Euro. Dazu würde noch ein Wasserspiel kommen, welches als "Aufwertung der Anlage" gesehen wird. Die Bürger wollten beinahe einstimmig so viele Grünflächen wie möglich behalten. Einige Anwohner fanden zudem, dass nicht genug neue Spielmöglichkeiten vorhanden seien und dass ein Wasserspiel keine gute Investition sei, um im Sommer für kurzzeitigen Spaß zu sorgen. Auch kritisierten einige Kevelaerer, bislang seien Pflege und Instandhaltung der Grünflächen mangelhaft. Sie bezweifelten, dass sich dies nach einer Renovierung bessere. Eine Besucherin forderte vehement eine kontrastreichere und sehbehindertenfreundlichere Farbgebung des Platzes und kritisierte das Gleiche auch für die Planung der Hauptstraße.

Die beliebte Einkaufsstraße soll optisch strikt gegliedert werden, mit leicht markierten Rahmen für die Vorplätze der Häuser und Geschäfte, die in eine dreispurige Optik übergehen. So soll die mittlere Passage freier sein für Fußgänger. Rostrote Steine mit weißen Markierungen des Mittelweges sind angedacht. Aber nicht nur wegen der Farbgebung gab es Kritik. Der rund 860.000 bis 950.000 Euro teure Umbau hatte auf den Entwürfen auch die beiden Fassaden der Hauptstraße 29 und des Museums mit gut sieben Meter langen Fahrradständern verplant sowie Bäume und weitere Bänke näher vor die Häuser und Geschäfte gerückt. Auch hier stehe die Planung noch nicht fest, beschwichtigte Hardt. Ein Zuhörer schlug vor, dass die Hauptstraße eine Planung der fünf Zweiergruppen an Bäumen und anderer Elemente selber in die Hand nehmen sollte. Zudem wurde kritisiert, feste Fahrradständer seien kontraproduktiv. Durch die strikte Gliederung der Hauptstraße befürchten etliche Kevelaerer eine Uniformisierung der Innenstadt und dass durch die neuen Steinfarben viel Flair verlorengehen könnte. "Natürlich gehen wir auf die Bürgerwünsche ein", versprach Hardt.

(cnk)
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