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Kevelaer
Die Pferdesegnung in Kevelaer fällt ins Wasser

Kevelaer. Pünktlich zur Lesung mit der biblischen Geschichte der Arche Noah setzte sintflutartiger Regen ein, weshalb der Freilicht-Gottesdienst zur traditionellen Pferdesegnung kürzer ausfiel als geplant. Pferdefreunde und Mitglieder des Kevelaerer Reitervereins St. Georg kamen mit Fahrrädern, hoch zu Ross oder in Kutschen zum Reiterdenkmal am St.-Georgsritt auf Hüdderath. Zuvor hatte die Gruppe von Keylaer startend Halt am Kapellenplatz gemacht und Kaplan Hendrik Wenning im Priesterhaus abgeholt. Bei noch trockenem Wetter ging es nach Hüdderath, wo Heinz Gleumes als Vorsitzender des Reitervereins alle Teilnehmer begrüßte. Der 23. April ist der Namenstag des heiligen Georg. Nach alter Tradition werden am darauffolgenden Sonntag die Pferde der Vereinsmitglieder am St.-Georg-Denkmal zwischen B 9 und Niers gesegnet. Von Matthias Riemen

Kaplan Hendrik Wenning stand zwar geschützt unter einem Pavillon, ließ die geplante Predigt aber aus Rücksicht auf die Teilnehmer ausfallen. Nach einem kurzen Gebet und einem Lied der Hornbläser schritt er wasserfest über die Wiese und segnete die rund 30 Tiere, vom Pony bis zum Kutschpferd, mit Weihwasser. "Herr, bewahre die Tiere vor Krankheit und Gefahren, so dass sie dem Menschen helfen und eine Freude bereiten können."

An so viel Pech mit dem Wetter bei der Pferdesegnung konnte sich kein Mitglied des Reitervereins erinnern. "Normalerweise zucken die Tiere zusammen, wenn sie das Weihwasser abbekommen, jetzt sind sie eh schon komplett durchnässt", sagte eine Reiterin schmunzelnd, während sich die Tiere nicht mal von einer Ryanair-Maschine im Landeanflug aus der Ruhe bringen ließen.

Quelle: RP
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