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Weeze
Die Phasen bis zum Turmbau

Weeze: Die Phasen bis zum Turmbau
FOTO: Maren Dudek
Weeze. Die Arbeiten für die vier Windriesen im Kalbecker Forst liegen voll im Zeitplan. Auf die Genehmigung für die Anlage im Hösterfeld wird noch gewartet. Hier soll ein Bürgerwindrad entstehen. Von Sebastian Latzel

Der ein oder andere wird sich schon über die Schwertransporter gewundert haben, die derzeit Richtung Weeze unterwegs sind. Die Riesenteile auf den Schwerlastern erinnern an Baulemente für eine Kanalisation - sie sind allerdings die ersten Bausteine für die Windräder im Kalbecker Forst. Die Anlagen dort sind nämlich eine Besonderheit: Die Türme der Windräder bestehen zum größten Teil aus Beton. Zwei Drittel der mehr als 150 Meter hohen Anlagen bestehen aus Beton. Und momentan werden die Teile angeliefert, aus denen der Turm aufgebaut wird. Die Riesenelemente wirken wie Mega-Legosteine und werden von einem Kran an ihren Platz gehievt. Immer drei Elemente bilden einen Ring, auf den dann die nächste Ebene aufgesetzt wird. Auf diese Weise wird das Windrad langsam in die Höhe wachsen. Ende des Jahres soll der Turm stehen, das ist das Ziel. "Wenn alles glatt läuft, werden die vier Räder bis Mitte kommenden Jahres fertig sein", erläutert Planer Frank Dudek.

Bislang liegen die Arbeiten bestens im Zeitplan. Erst hatte das hoch stehende Grundwasser nach den heftigen Regenfällen das Projekt verzögert, inzwischen habe man das wieder aufgeholt. Damit die Riesenräder auch bombenfest stehen, ist ein Mega-Fundament gegossen worden. 67 Tonnen Stahl wurden dafür verbaut und schließlich mit 1000 Kubikmetern Beton ausgegossen. Jetzt werden die Turmteile Stück für Stück aufeinandergesetzt. Noch etwa drei Wochen lang werden die Elemente mit Tiefladern angeliefert. Der Transport erfolgt nachts, damit der Verkehr möglichst wenig behindert wird.

Während der Bau der Anlagen im Kalbecker Forst vorangeht, warten Dudek und die Gemeinde Weeze bei zwei anderen Windrad-Projekten noch auf die Genehmigung. Im Hösterfeld soll ein Bürgerwindrad gebaut werden, an dem sich Weezer beteiligen sollen. Seit Februar liegen die Genehmigungsunterlagen beim Kreis. Die Zeit drängt, denn Ende des Jahres ändern sich die Grundlagen für das erneuerbare Energiengesetz, was Probleme für kleinere Projekte wie in Weeze bedeuten könnte. "Wir hoffen, dass die Genehmigung rechtzeitig kommt, eigentlich müsste die Zeit reichen. Denn klar ist: Ohne diese Genehmigung wird es keine Genossenschaft für ein Windrad geben." Vier bis fünf Anlagen sind ferner im Baaler Bruch geplant. Auch hier wartet die Gemeinde auf die Genehmigung.

Quelle: RP
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